Der Wolf im Schafspelz

Es immer wieder spannend, wie kreative Prozesse enstehen. In diesem Fall wollte ich meinem Sohn eine Wollwalk-Jacke nähen. Im Winter war es ihm oft so kalt, dass er seine beiden Winterjacken übereinander angezogen hat. Da wollte ich ihm eine wärmende Jacke zum drunter anziehen nähen. Für so etwas ist Wollwalk sehr gut geeignet. Sehr leicht und trotzdem wärmend. Den Wollwalk hatte ich beim SnaplyBackstage II (Werbung) mitgenommen. Beim Planen meiner Jacken habe ich immer das gleiche Problem: Wo bekomme ich gescheite Reißverschlüsse her, die auch noch farblich zueinander passen? Diesmal hatte ich meinen Sohn gefragt, welche Reißverschlüsse ich nehmen soll und er hat sich für seine Lieblingsfarbe gelb entschieden. Da hatte ich sowohl die breiten 5mm endlos und die teilbaren in fast dem gleichen Farbton.

Als Motiv hatte sich mein Sohn eigentlich einen ICE gewünscht, aber irgendwie war das Motiv für mich farblich nicht passend zur Jacke.

Beim Suchen nach einer passenden Stickdatei bin ich über den Wolf gestolpert, der schon ewig auf meiner Festplatte schlummert. Dazu habe ich dann noch die Pfoten erstellt.

Natürlich habe ich auch farblich passende Bündchen aus Merinowolle* gestrickt.

Damit die Snaps an der Kapuze nicht ausreißen, habe ich sie mit SnapPap verstärkt

Das gibt der Jacke einen etwas sportlicheren Look.

Genäht habe ich für meinen Sohn übrigens die normale Version. Er ist so schlank, da braucht er doch die Taillierung.

Hinten gab es auch noch mal den Wolf in groß aufgestickt. Ich war doch erstaunt, wir gut sichtbar das Motiv auf dem flauschigen Stoff zu sehen ist. Mein Sohn liebt diese Jacke und zieht sie inzwischen lieber an, als die normale Winterjacke. Nur wenn es richtig kalt wird (und windig) gibt es zwei Jacken. Im Moment ist sie noch etwas groß, da ich 140 bei 134 Körpergröße genäht habe, aber im nächsten Winter wird sie bestimmt perfekt passen.

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Unsere Winterjacke

Nachdem ich schon letztes Jahr mit der Jacke aus Walkloden so gut gefahren bin, wollte ich auch dieses Jahr unbedingt eine nähen. Eigentlich wollte ich mir im Herbst auch noch eine Jacke für mich nähen, also hatte ich mir schon Walkloden gekauft. Dieser fiel mir wieder in die Hand, als ich dieses Jahr die Winterjacke plante. Eigentlich wollte ich für das Engelchen keine so dunkle Farbe für sie und ich habe ernsthaft überlegt, ob ich den Stoff einfärbe. Neu kaufen schied auch aus: Mein Stoffladen in Würzburg, bei dem ich den Stoff gekauft hatte, bekommt leider immer erst im November die neue Lieferung und das war mir zu spät. Also habe ich den Stoff doch zugeschnitten.

Im Nachhinein war das eine gute Entscheidung. Ich liebe die Jacke an meiner kleinen Maus! Wie auch bei der letzten Jacke, habe ich aufwändig mit Veilchen bestickt. Als Schnittmuster habe ich die Softshelljacke verwendet.

Das ist zwar immer ganz schön viel Aufwand, aber das Ergebnis entschädigt dafür. Im Gegensatz zu einem normalen Kleidungsstück wird eine Jacke ja auch ganz viel angezogen. Als Größe seht ihr hier 86 am 86 cm großen Kind.

Wie auch bei der letzten Jacke habe ich die Bündchen aus meiner liebsten Merinowolle* gestrickt.

Dazu habe ich noch eine Hose genäht. Auch hier mit versteckten Beinbündchen aus Wolle.

Hier habe ich Größe 92 genommen und unten noch etwas verlängert, so dass ich zur Saumlänge 86 noch ca. 6 cm zum umschlagen hatte.

Die Jacke wurde auch schon viel getragen. Die Mütze ist sogar noch die vom letzten Jahr – sie passt tatsächlich noch.

Ein bisschen was habe ich anders genäht als im Ebook, so habe ich z. B. die Taschen nur einfach genäht, deswegen sind sie auch noch zusätzlich aufgesteppt.

Der Regenbogenreißverschluss ist von hier, die Taschenreißverschlüsse von hier.

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Die nächste Softshelljacke

(Werbung, weil Stoffprobenähen) Ich habe Euch ja schon geschrieben, dass ich im letzten Monat ganz viele Jacken genäht habe. Die nächste darf ich jetzt zeigen. Sie ist nicht für meine Tochter, sondern für die Tochter meiner Freundin. Das Engelchen hat sie aber trotzdem für die Fotos Probe getragen.

Die Größe ist noch sehr üppig, ihr seht hier Größe 92 an einem Kind mit Körpergröße 86.  Es empfiehlt sich wirklich, den Schnitt passgenau zu nähen.

Mein Mädel trägt gerade noch ihre alte Jacke in Größe 80 aus dem Ebook, die ist aber schon sehr eng. Für den Winter habe ich noch eine Jacke in 86 aus Wollwalk genäht, die ich hier noch nicht gezeigt habe. Die passt hier gerade perfekt.

Genäht habe ich die normale Weite mit dem großen Gürtel in lang.

Dazu gab es noch eine Softshellhose wie immer nach meinem Jumpsuit-Schnitt.

Hier habe ich ein Größe 98 genäht und zu der Saumlänge noch 6 cm hinzugefügt. So konnte ich auch hier die versteckten Bündchen nähen. Für alle, die bislang hier beim Nähen geflucht haben: ich habe tatsächlich eine Möglichkeit gefunden, hier auch zu stecken. So kann man nähen, ohne dass die Nähte schief werden.

Auf einen Teil der Tropfen habe ich Applikationen aus Jackenstoff genäht. Hierbei sind auch ein paar Reflektoren dabei. So ist das Kind auch im dunkeln gut erkennbar.

Der Softshell lässt sich super verarbeiten und ist hier auch nicht zu dick unter der Maschine. Ich konnte alle Nähte ohne Probleme absteppen.

Für die Taschen habe ich Regenbogenreißverschluss verwendet.

Den wunderschönen Softshell gibt es in vier verschiedenen Farbkombinationen morgen bei Stoff und Liebe.