Wollwalk Jacke

Heute gibt es endlich mal wieder etwas für mich! Ich habe mir schon lange eine Wollwalk-Jacke gewünscht und dafür dann letztes Jahr auf dem Stoffmarkt Wollwalk mitgenommen. Ich wollte den aber vor der Verarbeitung noch etwas schrumpfen. Also habe ich ihn bei 40° C in die Waschmaschine geschmissen und dann auch noch in den Trockner. Der Stoff ist dann ziemlich geschrumpft und herrlich dick geworden.

 Er ließ sich dann nur noch einlagig verarbeiten. Alles andere wäre zu dick geworden. Also habe ich mir passende Wolltresse besorgt und losgelegt.

 Trotzdem wollte ich die Kapuze und die Taschen irgendwie füttern. So stand ich wie schon oft vor der Frage: Mit was füttere ich am besten Wolle ab? Wenn man Baumwolle verwendet sind doch irgendwie die tollen Eigenschaften der Wolle dahin. Bis ich dann den tollen Wolle/Seide Jersey von Danishpur in den Händen hielt. Der war wirklich perfekt und passt auch noch von den Farben her super.

 Damit habe ich dann die Kapuze gefüttert und die Taschen. Diese sind aber doppellagig mit einer Lage Wollwalk unten drunter. Bei den Ärmelbündchen habe ich auch ewig lange überlegt. Erst wollte ich welche stricken aber das passte nicht so wirklich zum Stil der restlichen Jacke. Nur der Wolle/Seide Jersey war zu dünn. Also habe ich innen einlagig Wollwalk genommen und das Ganze mit dem Wolle/Seide Jersey bezogen. So hatte es die perfekte Dicke. Und der Wolljersey ist so wunderbar weich und kuschelig, dass es an den Handgelenken nicht kratzt.

 Als Schnitt habe ich mir kurzerhand meine Schwangerschaftsjacke genommen.

 Bestickt habe ich das ganze mit der Datei Spitzenwerk.

Die Jacke kann ich über ein Shirt oder über einen dünnen Pulli tragen. Ich habe sie gerne an, wenn ich mal schnell mit dem Auto wegmuss. Da mag ich nämlich nicht so gerne dicke Jacken tragen, da sie die Beweglichkeit einschränken und man spätestens wenn die Heizung dann läuft schwitzt. Das passiert bei Wolle einfach nicht so schnell.

 Für die Kordel hatte ich auch erst keine Idee. Eine passende Farbe hatte ich nicht. Ich habe dann kurzerhand etwas dickeres Baumwollgarn genommen und mir die Strickliesel meiner Tochter geklaut und eine Kordel gelieselt.  Die Ösen habe ich mit Leder verstärkt.

An den Nähten habe ich die Nahtzugabe auseinandergebügelt und jeweils rechts und links von der Naht festgesteppt. So ergibt es trotz des dicken Stoffes schöne flache Nähte. Den Überstand habe ich abgeschnitten, so sieht die Jacke auch von Innen toll aus. Die Jacke ist komplett mit der Nähmaschine genäht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn ich den Wollwalk mit der Overlock nähe sich die Nähte dann ganz blöd wellen und man das auch nicht mehr mit Bügeln in den Griff bekommt.

Mein Schatz hat dann auch gleich eine Wollwalkjacke geordert. Die Zeige ich Euch ein anderes Mal. Jetzt schau ich erst mal bei den rums-Damen vorbei.
*der Wolle/Seide Jersey wurde mir zur Verfügung gestellt*

Strickkleidchen

Ich habe eine Schwäche für kleine Mädchen in Strickkleidchen. Meine Prinzessin mag so etwas leider nicht mehr anziehen, ihr wäre das auch viel zu warm. Deshalb habe ich Weihnachten angefangen ein Strickkleidchen für meine kleine Maus zu stricken.

 Heute Morgen hatte es hier -13° C. Da ist so ein Strickkleidchen auch echt was Feines.

 Gestrickt habe ich wieder mit dieser Merinowolle*.

Keine Ahnung, wie viele Teile ich schon mit der „Raglan von oben“ – Methode gestrickt habe. Ich kann es inzwischen wirklich im Schlaf und man kann es noch während dem Stricken noch super an die Körpergröße anpassen (wenn man mal wieder viel zu lange gebraucht hat und das Kind inzwischen gewachsen ist).

Ganz besonders mag ich die doppelten Bündchen. Das werde ich in Zukunft öfters machen. Das sieht einfach viel schöner aus.

Am liebsten würde ich es ja selber tragen. Ich habe ja auch viele Strickkleider im Kleiderschrank. Bislang habe ich eigentlich jedes Jahr eines für mich gestrickt. Nur leider sind die zum Stillen ziemlich untauglich.

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Streifenloop

Ich hatte mir letztes Jahr ein wunderschönes Loop aus Merinowolle gestrickt. Leider habe ich das Teil schon kurze Zeit später verloren. Das hat mir echt leid getan. Ich bin eigentlich nicht der Typ, der Sachen verliert aber das Loop war einfach unauffindbar. Deshalb habe ich mir im letzten Urlaub ein neues gestrickt. Aus der gleichen Wolle. Leider nicht mehr in den gleichen Farben (die Farbpalette wurde inzwischen geändert) aber immerhin genauso kuschelig.

 Die Merinowolle*
ist meine Standartwolle für Handwärmer und Schals, weil sie nicht so kratzig ist und sich gut waschen lässt. Selbst mein Sohn, der keine Wolle mag liebt sein Loop daraus.

 Ich konnte sogar noch anhand der Blogfotos die korrekte Maschenzahl ermitteln. Das hatte ich mir natürlich nicht aufgeschrieben gehabt.

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