Buchrezension: Annabel Benilan – Jersey für alle Frauen

Im Moment wird der Buchmarkt mit Nähbüchern überschwemmt. Eines der vielen Jersey-Nähbücher darf ich Euch heute vorstellen. Es handelt sich um eine französische Publikation, die ins deutsche übersetzt wurde. Die Autorin hat Fashion und Design an der renommierten École Duperré in Paris studiert und hat ein eigenes Label gegründet.

 Das Buch hat vorne einen kurzen Grundlagenteil, in dem ein paar alternative Verarbeitungstechniken vorgestellt werden. Die Nähanleitungen selber sind dann mit Beschreibungen und erklärenden Grafiken ausgestattet. Diese sind gut zu verstehen und auch für Anfänger geeignet. Selbst an die Zuschneidepläne wurde gedacht. Der Schnittmusterbogen ist übersichtlich. Die Beschreibungen sind alle auf die Nähmaschine ausgelegt.

 Die Modelle sind von der Schnittführung sehr geradlinig und eher leger geschnitten. Abnäher sucht man hier vergebens. Die Kleider werden mit Gummibandraffungen oder Kordeln auf Figur gebracht. Es handel sich um 16 verschiedene Modelle, wobei auch viele Kombinationen dabei sind, d.h. das Oberteil wird solo genäht oder als Oberteil eines Jumpsuits oder Kleides. Manche Teile, wie z. B. das Rockteil des Maxikleids sind auch einfach nur bemaßt. Die Kleidung hat aber einige schöne Details, wie einen Rückenschlitz mit Knopfverschluß, oder einen rückwärtigen außen angenähten Reißverschluss.

Beachtenswert ist auch die Maßtabelle. Die Modelle wurden auf eine Körpergröße von 165 cm ausgelegt. Das war auch für mich das K.o.-Kriterium. Eigentlich wollte ich gerne etwas daraus nähen, aber bei einer Körpergröße von 176,5 kann ich die Passform einfach nicht beurteilen, da zu viele Änderungen nötig wären. Die Größen gehen von XS bis XXL
Das Buch ist im mvgVerlag erschienen und im Buchhandel oder z. B. hier* erhältlich.
Das Buch wurde mir für die Rezension vom Verlag zur Verfügung gestellt.
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Welcher Taschentyp bist Du?

Heute gibt es mal eine Babyklamottenpause für eine besondere Tasche. Nette von Regenbogenbuntes hat an einem Taschennähbuch mitgeschrieben und mich gefragt, ob ich eine ihrer Taschen gerne nähen würde. Natürlich wollte ich! So eine Tasche zwischendurch geht irgendwie immer.

 Das Konzept des Buches ist, dass es verschiedene Taschentypen gibt und die meisten Frauen einen bestimmten Taschentyp bevorzugen. Bei mir ist das momentan auch so, bei zwei (bald drei) Kindern braucht man unbedingt freie Hände. Da geht einfach am besten eine Umhängetasche.

 Jeder der 6 Autorinnen hat einige Modelle zu einem Taschentyp entworfen. Unter den anderen Autorinnen sind auch weitere Bloggerinnen, wie Julia von lillesol&pelle, Fredi von Seemannsgarn und Eva von Nephtyis.
Mein Glück war, dass Nette gerade die Umhängetaschen erwischt hat, so konnte ich nämlich gleich meinen Lieblingstyp nähen.

 Mein genähtes Modell hat den klangvollen Namen „Fleur du Jour“.

Natürlich musste ich wieder ein  paar kleine Änderungen durchführen. Nach dem Zuschnitt habe ich nämlich gemerkt, dass mir der Hauptstoff und der Dekostoff zu wenig Kontrast haben. Also habe ich noch eine Paspel an die „Blütenklappen“ angebracht. Eigentlich wirklich eine Schnapsidee, dass war mir schon vorher klar, aber ihr kennt das ja bestimmt, wenn man sich so etwas in den Kopf gesetzt hat. Das Ergebnis finde ich zwar wirklich zauberhaft, aber ich musste schon ganz schön fluchen, bis die Paspel endlich an den vielen Rundungen angenäht war. Also bitte auf keinen Fall nachahmen!!!

 Leider hatte ich auch kurzfristig keinen passenden Spitzenreißverschluss vorrätig. Stattdessen habe ich dann den Reißverschluss oben mit einem Webband verblendet, was auch ganz hübsch aussieht.

 Zu jeder der 35 Taschen gibt es ein Schnittmuster und eine Textbeschreibung mit 1-2 erläuternden Zeichnungen. Die Texte sind gut verständlich und leicht nachzuvollziehen., trotzdem würde ich das Buch keinen absoluten Nähanfängern empfehlen. Man sollte ein paar basics kennen und schon mal eine Tasche genäht haben. Dann wird man aber gut mit dem Buch klarkommen.

 Durch die vielen verschiedenen Autorinnen ist wirklich ein sehr buntes Sammelsurium der unterschiedlichsten Taschen entstanden. Jede der Designerinnen hat ihren ganz eigenen Stil. Ein wirklich schönes Konzept und einen vielfältige Inspirationsquelle.

Das Buch könnt ihr direkt beim Verlag bestellen, oder auch hier*
erwerben.

Vielen Dank an den Topp-Verlag für das Rezensionsexemplar.
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Blogtour Schnipp-Schnapp

Bei den Bernina-Blogger days habe ich Anita von „Frau Scheiner“ kennen gelernt. Wir haben uns wirklich gut verstanden und ich habe mich sehr gefreut, als sie mich gefragt hat, ob ich ihr neues Bastelbuch im Blog vorstellen möchte. Meine Prinzessin ist sowieso im absoluten Bastelfieber. Das war ich als Kind auch. Ich kann mich daran erinnern, ständig gebastelt zu haben. Irgendwann wurde es dann durch das Nähen abgelöst. Trotzdem konnte ich noch lange Zeit später an keinem Schreibwaren- /Bastelgeschäft vorbei laufen.

 Anita beschreibt in ihrem neuen Buch ganz viele unterschiedliche Bastelprojekte. Die Zutaten dafür sind sehr simpel gehalten. Mit Kartons, Klopapierrollen, Eierkartons Kleber und ein bisschen farbigen Papier kann man die meisten Projekte gut umsetzen. Dabei sind sowohl für Mädels als auch für Jungs viele unterschiedliche Ideen dabei.

Dabei dienen die Projekte auch vor allem als Inspiration für vielfältige Basteleien. Viel von dem vorgeschlagenen Material kann man problemlos durch etwas anderes ersetzen oder die Ideen weiter entwickeln.
Meine Kinder haben sich gleich auf die Figuren gestürzt. Der Große konnte das meiste schon ganz gut allein umsetzen. Er ist ja inzwischen 7 Jahre alt. Meine fast 5 jährige Prinzessin brauchte natürlich noch etwas Hilfestellung.
Mein Sohn hat einen relativ originalgetreuen Schneemann gebaut. Nur die Wackelaugen haben wir durch Bügelperlen ersetzt und den Schal aus Jersey und nicht aus Filz gemacht.

Die Prinzessin wollte natürlich die Braut machen. Da wir keine Tortenspitze da hatten haben wir ordentlich experimentiert. Wir haben Stoffspitze eingekräuselt und aufgeklebt.

 Außerdem musste die Figur unbedingt Haare haben. Das hatten wir erst vor kurzem bei einer anderen Bastelei ausprobiert. Also habe ich oben Löcher gestanzt…

 …und gemeinsam mit ihr die Haare angenäht.

Fertig ist die kleine Prinzessin/Braut.

Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie stolz meine Kleine darauf war.
Ich bin mir sicher, dass sie die Idee immer wieder selbst aufgreifen und neu umsetzen wird.

 Wir werden sicherlich noch viele andere Ideen aus dem Buch aufgreifen. Die Ferien sind dafür ja perfekt geeignet.

Bei Anita drüben könnt ihr übrigens ein Bastelpaket gewinnen.

*das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt*