Wollkleid in Beere

In der ersten Woche des neuen Jahres habe ich auf die schnelle noch ein Wollkleid für meine Prinzessin gestrickt. Dieses mal habe ich etwas dickere Wolle verwendet und Nadelstärke 4. Ich war sehr erstaunt, wie schnell das ging. Natürlich hatte ich mehr Zeit als sonst, weil Ferien waren aber ich habe auch jeden Tag mindestens 50g Wolle verstrickt.

Die Wolle habe ich mal beim Discounter mitgenommen gehabt. Sie lag schon eine Weile bei mir im Schrank. Eigentlich wollte ich mal etwas für mich daraus stricken, weil mich die Farben angesprochen haben, aber ich war mir nicht ganz sicher, ob das auch für mich reicht.

Es hat auch sehr gut gereicht. Ich habe sogar wieder ein paar Stulpen daraus bekommen.

Ein bisschen irre gemacht hat mich der Farbverlauf. Ich wollte eigentlich unbedingt identische Ärmel haben. Aber letztendlich habe ich keinen Abschnitt gefunden, der gleich war.

Letztendlich macht das aber gar nix aus. Das Kleid wirkt auch so harmonisch.

Ich mag die Farbe sehr gerne bei meiner Tochter. Die kräftigen Farben stehen ihr gut.

Eine passende Leggings (ohne Loch!) und ein Shirt hatten wir zum Glück noch im Kleiderschrank.

Inzwischen hat mein Mädel 3 Wollkleider und sie werden momentan im Wechsel getragen.

Wollkleid mit Muster

Im letzten Urlaub hat sich die Prinzessin im Wollladen in eine Musterwolle verguckt, die ich gleich mitgenommen und in den letzten Wochen verstrickt habe. Es handelt sich um eine Schurwolle mit Musterverlauf, ähnlich wie man es von den Socken kennt, nur in groß.

Beim Stricken muss man manchmal etwas aufpassen und bei einem neuen Knäuel ggf. etwas abwickeln, damit der Musterverlauf wieder passt. Ansonsten lässt sich das Garn wirklich gut verstricken.

An so einer Musterverlaufswolle kann man immer gut sehen, wie viel Wolle man tatsächlich für einen bestimmten Abschnitt braucht. Ich habe für das ganze Set 300g Wolle verarbeitet. Ich musste noch mal nachkaufen*, da ich nur 200g mitgenommen hatte, aber das war auch mit einer anderen Farbpartie kein Problem.

Ich habe das Kleid etwas großzügiger gestrickt, so passt es auf jeden Fall noch nächstes Jahr. Wer möchte, kann sich das Kleid hier auch noch mal in Aktion anschauen.

Aus der restlichen Wolle habe ich noch Stulpen gestrickt. Hier habe ich fast alle Reste verwenden können, die ich im Laufe der Zeit abgewickelt hatte. Die Wolle ist dadurch etwas gestückelt, aber das stört ja zum Glück nicht beim Tragen. Die Leggings ist ausnahmsweise mal gekauft. Eigentlich ist das ja meine Thermoleggings. Das erste Kleidungsstück, dass mir meine Tochter abspenstig macht. Das fängt ja gut an. Die Socken hat die Oma aus diesem Garn* gestrickt. Seit das Klassenzimmer dauergelüftet wird, sind die Wollkleider hier hoch im Kurs und das Kleid wurde schon viel getragen und das nächste bereits geordert.

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Strickponcho oder: wie bekomme ich mein Kind durch den Winter?

Wer kennt es momentan nicht. Das Kind sitzt in der Schule und friert. Normalerweise würde ich ja einfach eine Fleecejacke mitgeben, aber eine Jacke über einem Kleid oder Rock sieht einfach nichts aus. Und mein Kind friert lieber, als dass es etwas anzieht, dass ihm nicht gefällt. Also musste etwas eleganteres her.

Ich habe dann schöne dicke Merinowolle* besorgt und nach der Raglan-von-oben Technik einfach mal drauflosgestrickt. Statt der normalen vier Raglanlinien habe ich acht genommen. So wird das Ergebnis runder.

Als ich die Ärmellänge erreicht hatte, habe ich hinten noch ein paar verkürzte Reihen angehängt, damit der Poncho hinten nicht kürzer ist als vorne.

Dann habe ich noch Ärmelbündchen dran gestrickt, ich finde das macht immer noch eine extra Portion Wärme. Wenn die Hände warm sind, ist der Rest auch kein Problem mehr.

Ganz wichtig war natürlich auch der Rollkragen.

Mein Mädel war spontan sehr begeistert. Vor allem, weil die Schüler aus Beauxbatons (ja, wir sind gerade im Harry Potter Fieber) auch solche Capes tragen.

Das Teil habe ich in absoluter Rekordzeit gestrickt. Ich glaube das waren nur zwei Wochen für etwas über 500g Wolle. Aber das Garn strickt sich auch sehr schön und mir einer 3,5er Nadel geht das relativ schnell.

Damit mein Mädel auch gleich weiß, wo vorne ist (und das gute Teil nicht gleich verloren geht) habe ich noch ein Label dran genäht.

Dafür habe ich einfach ein Lederstück mit ihrem Namen beschriftet (ein Permanent-Marker* geht da richtig gut) und aufgenäht. Beim Nähen habe ich Stickvlies untergelegt und das Label mit Stylefix vorgeklebt.

Ich musste übrigens gleich neue Wolle bestellen. Der nächste Auftrag liegt hier schon. Das Engelchen möchte auch gerne so ein „Eulencape“. Damit kann man nämlich wunderbar in der Wohnung herumflattern. Sie hatte das Cape auch mal an und sah so süß damit aus.

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