Tasche nach Maß

Für die Arbeit habe ich bislang immer einen Korb genommen. Mit der Zeit hat mich das aber genervt, da er doch sehr unpraktisch zum Tragen war, vor allem über längere Strecken. Schon ganz lange habe ich mir eine Tasche nähen wollen, ich habe mich nur irgendwie nicht dran getraut. Jetzt habe ich es endlich geschafft.

Ich habe lange an der Tasche geplant, mir genau überlegt, welche Taschen ich brauche, welche Inneneinrichtung und vor allem, wie ich sie stabilisiere.

Auf der einen Seite habe ich zwei kleine aufgesetzte Taschen.

Auf der anderen Seite habe ich eine große, durchgehende Tasche.

Alle Taschen werden mit Reißverschluss verschlossen.

Oben wird die Tasche mit einem Bügelverschluss verschlossen.

Zusätzlich dazu einen Lasche, die mit einem Magnetverschluss verschlossen wird. Dadurch öffnet sich der Bügel nicht beim Tragen.

Für die Träger habe ich Baumwollgurtband verwendet. Der Boden ist mit einem Brett aus Multiplex verstärkt.

Innen habe ich einen Trennsteg eingebaut, der mir fast zum Verhängnis geworden wäre. Der verträgt sich nämlich nicht so gut mit dem Bügelverschluss.

Innen passt meine Notenmappe hinein, außerdem meine Stifte und etwas zu trinken. Neuerdings brauche ich auch immer Desinfektionsspray und Maske.

Damit die Tasche einen guten Stand hat (sie ist ja nur einlagig aus Puschenleder) habe ich an jeder Seite zwei Miederstäbchen aus Metall* eingearbeitet. Auf ein Futter habe ich bewusst verzichtet.

Unten habe ich eine ganze Reihe von Snaps als Bodenschutz eingearbeitet. Eigentlich wollte ich die Bodenplatte damit befestigen. Damals wusste ich aber noch nicht, dass sie aus Holz sein würde. So kann ich die Tasche einfach abstellen, ohne dass das Leder zerkratzt.

Natürlich musste ich die Tasche besticken.

Die Tasche wurde schon viel benutzt und hat sich echt bewährt.

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Maskenband

Wer kennt das nicht. Raus aus dem Geschäft und erst einmal die Maske runter. Nur, wohin damit? Unter dem Kinn tragen find ich ziemlich uncool und mein Sommerkleid hat auch nicht immer Taschen. Also habe ich für mich Maskenbänder gefädelt.

So kann ich die Maske einfach um den Hals tragen. Natürlich musste ich gleich ein paar machen. Durch die Schmuckkarabiner kann ich die an jede Maske machen.

Am besten passend zur Maske. Hier habe ich übrigens Baumwollmasken genäht und mit Seide gefüttert. Sie tragen sich einfach himmlisch und ich bin gespannt, was der Langzeit-Test sagt. Das Nähen ist ein bisschen flutschig, aber wenn sie fertig ist, freue ich mich dann umso mehr.

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber am Anfang habe ich irgendeinen Stoff für die Masken genommen. Inzwischen suche ich mir gezielt meine Lieblinge aus dem Stoffregal. Man braucht ja nicht viel davon…

Jumpsuit für mich!

Beim surfen im Netz bin ich über ein schönes Jumpsuit* gestolpert. Leider habe ich bei solcher Kleidung immer das Problem, dass ich aufgrund meiner Größe mit Kaufkleidung einfach kein Glück habe. Mit ein Grund, warum ich nähe. Also habe ich mich hingesetzt und selbst gebastelt. So schwer ist das eigentlich nicht. Man muss nur eine gut passende Hose mit einem Oberteil, dass man nach unten ausziehen kann kombinieren.

Als Hose habe ich meinen Jeansschnitt verwendet. Das ging wunderbar, hätte ich gar nicht gedacht.

Für das Oberteil habe ich ein bisschen experimentiert, da ich nichts passendes hatte. Ich habe einige Probeteilchen genäht und dann geschaut, dass das Oberteil unten so eng ist, wie die Jeans oben (ohne Bund) und natürlich so kurz, dass es nur bis zur Jeans geht.

Das Oberteil ist unter der Brust etwas gerafft, weiter unten ab der Taille dann nicht mehr, das wäre bei mir eher unvorteilhaft.

Dazu gab es einen Gürtel, den ich einfach an den Seitennähten aufgenäht habe. So verrutscht er nicht, geht in der Wäsche nicht verloren und da das Teil sowieso sehr körpernah ist, ist es nur ein dekorativer Gürtel.

Die Hose musste ich nur unten etwas kürzen, da sich der Jersey doch eher aushängt und dadurch länger ist als Jeans.

Auf Taschen habe ich verzichtet. Da hatte ich eher Sorge, dass es aufträgt. Und wenn ich unterwegs bin habe ich sowieso immer die Hipbag oder eine Tasche dabei.

Weil es mir keine Ruhe gelassen hat, habe ich das Jumpsuit* doch noch bestellt (nachdem meine eigene Version fertig war) und letztendlich wieder zurück geschickt. Die Passform hat mich nicht überzeugt. Die Teilung zwischen Oberteil und Hose war in der Taille. Da ich fast keine Taille habe sah das einfach unvorteilhaft aus. Außerdem war die Hose natürlich zu kurz. Also: leider nix für meine Figur, auch wenn es ein schönes Teil war. Dafür habe ich jetzt eines, in dem ich mich wirklich wohl fühle.

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