Lederstiefelchen

Wir haben hier ein großes Problem mit Schuhen. Im Gegensatz zu den beiden Großen, die ihre Schuhe immer anstandslos getragen haben, behält das Engelchen nix an den Füßen. Puschen werden grundsätzlich ausgezogen. Unterwegs traue ich mich gar nicht, ihr etwas anzuziehen, aus Angst dann nur mit einem Schuh wieder zu kommen. Ist natürlich keine Lösung. Vor allem nicht bei diesem Wetter. Anti-Rutschsocken haben wir auch schon probiert, ebenso Krabbelstrumpfhosen. Irgendwie alles nicht das Wahre. Überall rutscht sie oder zieht sie aus. Meine letzte Idee waren dann Stiefelchen. Leider habe ich nirgendwo welche nach meinen Vorstellungen gefunden, also musste mal wieder selbst ein Schnitt her. Ganz schön tüftelig so Schuhwerk. Drei Probestiefelchen habe ich genäht, bevor ich mich an richtiges Leder gewagt habe.

 Ich habe eine Reißverschluss eingearbeitet und ein Gummiband eingezogen. Man kann den Schuh wirklich nur ausziehen, wenn der Reißverschluss geöffnet ist. Das schafft mein kleine Engelchen zum Glück noch nicht.

 Deshalb bleiben sie auch wirklich an den Füßen. Am Schnitt werde ich noch ein bisschen tüfteln, so ganz zufrieden bin ich noch nicht mit der Passform, aber wenn man mal über die ersten Probemodelle hinaus ist, wird es immer einfacher finde ich.

 Das Nähen war erstaunlicherweise gar nicht so schwierig, wie gedacht. Eigentlich wollte ich sie auch noch füttern, aber das habe ich dann doch gelassen. Sie sind auch so wunderbar warm und mein kleines Mäuschen hat jetzt immer warme Händchen. Auch wenn sie nur einen Schlafanzug trägt.

 Ich habe wieder
Puschenleder* verwendet. Wenn der Schnitt wirklich ausgetüftelt ist, nähe ich aber sicher auch noch mal welche aus meinem geliebten
Ecopell*.

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Kissenbezug

Ich habe letztens so schönen Bettwäschestoff geschenkt bekommen. Da musst ich mir unbedingt ein Kuschelkissen fürs Bett draus machen.

 Ich brauche immer so kleine Extra-Kissen beim schlafen zum einkuscheln.

Diesmal habe ich das erste mal so einen verdeckten Reißverschluss genäht, wie er immer in solchen Kissen zu finden ist. Eigentlich total einfach wenn man den Dreh mal raus hat. Ich habe mir schon weiteren Stoff besorgt, das wird nicht das letzte Kissen gewesen sein. Weil es nur für mich ist wandert das Kissen noch schnell zu rums.

Lady Bella – mal wieder

Aus dem Restchen Jersey, den ich noch von diesem Kleid übrig hatte habe ich mir noch eine Lady Bella genäht.

 Diesmal habe ich sogar für mich ein paar Hotfix-Kristalle (ganz dezent, wer entdeckt sie?) aufgebügelt.

 Ich hatte noch so tolles, passendes Webband (ich glaube es heißt „Spitzenwerk“), damit habe ich die Ärmel verschönert. Das gibt der Jacke noch einen etwas sportlicheren Touch.

 Diesmal habe ich in der Länge der Ärmel und des Oberteils noch etwas dazugegeben. Ich bin doch eher groß und liebe lange Ärmel!

 Den schönen Jersey von Püppilottadesign bekommt ihr hier.

Jetzt schau ich mal, was die anderen Mädels so gerumst haben!
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Patchwork einmal anders…

Von meinen ganzen Puschen und anderen Ledernäharbeiten habe ich inzwischen ganz schön viele Reste angesammelt. Die Stücke sind so klein, dass man keine Puschen mehr rausbekommt aber irgendwie ist das Material (Ecopell, Bioleder) mir einfach zu schade zum wegschmeißen.
Ich habe lange überlegt, was ich damit anstellen könnte. So viele Applikationen auf Puschen kann ich gar nicht machen. Bei Stoffresten geht Patchwork ja immer – wieso auch nicht bei Leder? Also habe ich letzte Woche als es im Garten so richtig schön war meine ganzen Lederreste eingepackt und zu Quadraten von 4×4 cm zugeschnitten. So richtig wusste ich noch nicht was ich dann daraus mache aber es fühlte sich schon mal super an.
Dann habe ich die Quadrate lange hin und her geschoben bis sie mir schließlich in der Anordnung gefielen. Daraufhin habe ich das erste mal meine Nähmaschine in den Garten geholt und angefangen die Quadrate aneinander zu nähen. Ich habe sie nebeneinander gelegt und dann mit einem 3 mm breiten Zickzackstich verbunden. Es hat wirklich sehr lange gedauert und das ist schließlich dabei herausgekommen:

 Ich bin total begeistert wie toll das Leder leuchtet. Zum Teil musste ich arg tricksen, weil ich von manchen Farben nicht mehr so viel hatte aber schließlich hat dann doch alles gepasst.

 Daraus habe ich dann eine Mappe genäht.

 Wie ihr seht habe ich erst Streifen genäht und diese dann verbunden. Dabei konnte ich mal wieder feststellen wie sehr man mit der Garnfarbe die Farbe des Leders beeinflussen kann, denn auch hier habe ich auf den Regenbogen geachtet.

 Ich habe einen umlaufenden Reißverschluss eingenäht.

 Innen ist die Mappe natürlich ebenfalls mit Leder gefüttert. Zum Stabilisieren sind zwischen den Lagen noch flexible Kunststoffschneidebretter eingearbeitet.

 Mein Sohn hat sich den Farbrausch gleich unter den Nagel gerissen und verwendet die Mappe jetzt für seine Klaviernoten.

Und ich konnte guten Gewissens meine „Rest-Reste“ (so nennt das mein Großer immer) entsorgen. Daraus konnte man nämlich wirklich nix mehr machen. Ein paar Quadrate habe ich noch übrig (ich habe anfangs ja einfach nur geschnippelt). Mal sehen, ob es noch für ein kleines Täschchen reicht.

Meine neue Tasche!

Schon ganz lange hatte ich geplant mir eine neue SchnabelinaBag in der Größe Medium zu nähen. Ich habe ja (im Gegensatz zu einigen von Euch) mein Schnittmuster in jeder Größe nur einmal genäht (wobei ich die Mini noch einmal etwas abgeändert als Arzttasche hier habe). Im Moment benutze ich vor allem die Medium als Tasche für alle Tage. Die Big ist immer im Schwimmbad und auf dem Stoffmarkt dabei und die Mini ist aktuell meine Strickzeugtasche. Nur die Small nutze ich eigentlich gar nicht (vielleicht sollte ich sie mal verkaufen – das ist einfach nicht meine Größe…).
Da ich die Medium so viel nutze, wollte ich unbedingt etwas robusteres haben. Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit, wenn es mal regnet oder schneit war die Ikea-Baumwolle mir nicht wetterfest genug. Ich habe lange Stoffe und Ideen gesammelt und mit jetzt endlich mal hingesetzt.

 Als Hauptstoff habe ich mir diesen wasserabweisenden Stoff ausgesucht. Er ist eigentlich für Kissen und Polsterauflagen gedacht, eignet sich aber auch gut fürs Taschennähen.

 Dazu hatte ich vor kurzem den Farbenmix-Taschenstoff Rom geschenkt bekommen. Da mir die Kombi aus den zwei Stoffen zu eintönig war, musste ich den blauen Stoff mit einigen Stickis aufwerten. Nach langem Suchen habe ich mich für die Jolijewels  von Jolijou entschieden.

 Hier die Seite mit der Flaschentasche (ein bisschen Schneiderkreide muss ich auch noch ausbürsten…)

Paspeln mussten auch sein – ich liebe diese kleinen Details, die die Tasche viel wertiger erscheinen lassen.

 Oben habe ich den geschlossenen Reißverschluss genäht.

 Auf das Zip-It hatte ich mich auch sehr gefreut. Meine alte Medium hat nämlich dieses Detail nicht und ich habe es schon einige Male vermisst.

 Innen blitzt wieder der blaue Taschenstoff heraus. Leider hat mein Baumwollgurtband nicht mehr für den Schultergurt gereicht, da muss ich wohl doch noch einmal welches bestellen.
Ich trage die Tasche nämlich wenn sie voll ist auf durchaus mal mit Schultergurt und normalem Gurt gleichzeitig. So kann ich das Gewicht sehr gut auf beide Schultern verteilen, fast so wie bei einem Rucksack.

 Ganz besonders liebe ich das Ornamente Webband von hamburger Liebe. Es hat mich zwei Wochen Zeit gekostet. Erst kam es ewig nicht und dann war es das falsche. Aber das Warten hat sich gelohnt.

 Innen habe ich die Tasche mit dem Wachstuch von Ikea gefüttert. Das hatte ich schon bei meiner letzten Tasche und es hat sich sehr bewährt.

Nachdem ich so lange auf das Webband warten musste, hatte ich ausreichend Zeit, eine etwas aufwändigere Inneneinrichtung zu nähen. Auf der einen Seite habe ich die Teilung in der Mitte abgenäht und rechts noch einen Reißverschlussschlitz eingenäht….

…auf der anderen Seite habe ich die normale Reißverschlusstasche und zusätzlich noch eine Teilung, die ich zweimal abgenäht habe angebracht. Die vielen Fächer sind echt praktisch bei der großen Tasche. So findet man Kleinigkeiten viel besser. Zur besseren Unterscheidung habe ich bei der einen Seite absichtlich nicht den Futterstoff sondern noch einmal den Außenstoff verwendet. So spürt man aufgrund der Struktur gleich, auf welcher Seite man sich befindet.

Die äußeren Reißverschlusstaschen sind passend zum Webband mit der hamburger Liebe Webware gefüttert.

Da die Tasche nur für mich ist (auch wenn schon ein paar in meiner Umgebung neidische Blicke drauf geworfen haben) wandert sie zu rums.
Wie viele SchnabelinaBags habt ihr schon genäht?

Die Hexe

Meine Kinder kennen inzwischen viele Stoffe aus meinem Stoffschrank und manche sind ganz besonders beliebt. Ein Stoff heißt hier einfach nur „die Hexe“, obwohl es eigentlich „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ sind. Das liegt aber wahrscheinlich daran, dass wir auch ein Stückchen „Hänsel und Gretel“ hatten und die Figur dort fast gleich ist. Jedenfalls war „die Hexe“ hier heiß begehrt. Ich hatte nur ein kleines Stückchen, dass ich geschenkt bekommen habe. Meine Tochter hat einen Trotzkopf daraus, den sie sehr liebt. Nicht zuletzt deswegen wollte mein Sohn unbedingt einen Pulli daraus haben. Leider war das Stück nicht mehr sehr groß, aber für einen ungefütterten JaWePu mit aufgesetzten Taschen  hat es gerade noch gereicht.

 Weil es „die Hexe“ ist, hat sich mein Sohn sogar mal wieder bereit erklärt Fotos machen zu lassen.

 Hinten gab es dann eine Hexen-Sticki von mir. Ich gebe zu, sie passt nicht wirklich zu Schneewittchen aber es ist ja „die Hexe“ :).

 Leider lässt sich das rot so gar nicht fotografieren.

 Ihr merkt schon, ich bin fleißig am Herbstsachen nähen, auch wenn die letzten Tage es zumindest hier noch ein bisschen Sonne gab. Wie sieht es bei Euch aus? Habt ihr auch schon mit der Produktion angefangen?

Ebook Tasche „Zackitililly“

Ich durfte mal wieder für Patti Probe nähen. Das ist schon etwas her, aber das HipBag-Sew-Along hat irgendwie alles durcheinander gebracht.

 Zackitilly ist eine wirklich große Tasche. Es gibt zwei verschiedene Größen. In die größere Größe passt ein großer Ordner problemlos hinein.

 Wie so oft bei mir habe ich die Tasche aus Tragetuch genäht.

 Diesmal habe ich mich bei den Stickies ziemlich ausgetobt, das geht ganz gut mit so einem wenig gemusterten Stoff. Bei gemustertem Stoff ist mir das immer zu viel.

 Die Tasche ist so schlicht gehalten, dass auch mein Schatz sie tragen würde. Das war mir sehr wichtig.

 Hinten gibt es noch eine Reißverschlusstasche.

 Anders als im Ebook beschrieben habe ich noch ringsherum eine Paspel angenäht.

 Das Ebook bekommt ihr bei dawanda.

Ich mag die Kombi grau rot einfach sehr!

Hüfttasche Nr. 1

Ich habe ja in den letzten zwei Wochen ganz fleißig genäht und es sind schon einige Hüfttaschen entstanden. Diese, die ich Euch als erste zeige ist meine absolute Lieblingstasche. Nicht nur alleine wegen der Stoffe (die natürlich mal wieder von hamburger liebe sind) – auch die Form der aufgesetzten Tasche ist mir die liebste.

 Wie ich Euch schon geschrieben habe, kann die Tasche mit verschiedenen aufgesetzten Taschen genäht werden. Dies hier ist die sogenannte Paspeltasche. Es gibt sie in einer schmalen und in einer breiten Version. Das hier ist die breite Version.

 Innen habe ich noch eine zusätzliche Reißverschlusstasche eingenäht. Das ist praktisch für Kleingeld.

 Die Tasche ist außen komplett mir Paspel verziert. Das gefällt mir besonders gut.

Gurtband von hier, Steckschnalle von hier, Stoffe von hier.

Für den großen Maus-Fan

Mein Großer brauchte eine neue Jacke. Die alte Marienkäferjacke vom letzten Jahr ist jetzt wirklich zu klein geworden, sie wurde aber viel geliebt und getragen. Bereits im Advent habe ich mit meinem Sohn den Stoff für die neue Jacke ausgesucht. Jetzt endlich kam ich dazu, sie auch zu nähen.
Wir haben hier keinen Fernseher, aber die Kinder dürfen ab und an kurze Filme aus Youtube sehen. Am beliebtesten ist hier natürlich Sendung mit der Maus. Ich glaube die Eierrutsche wurde hier mindestens schon 50 mal gesehen. Daher kennt mein Großer auch Maus, Elefant und Ente.
Die gab es jetzt auf die Jacke.

 Nachdem es natürlich keine Stickdateien davon gibt, habe ich mich hingesetzt und selbst digitalisiert (das darf man aber nur für den Eigengebrauch machen!!!).

 Ganz perfekt sind sie nicht geworden, die Ente sieht etwas gerupft aus (da war meine Grafikvorlage nicht so hochauflösend), aber der Elefant ist ganz süß geworden finde ich. Mein Schatz hat bemängelt, dass die Maus eigentlich orange ist, aber ich habe leider keinen passenden Fleece bekommen.

 Als Schnitt habe ich natürlich wieder JaWePu genommen, das hat sich einfach bewährt. Genäht habe ich die Jacke aus Doubleface-Fleece aus dem örtlichen Stoffladen.

 Hinten habe ich eine ca. 30 cm große Maus appliziert.

 Diesmal habe ich sogar einen Aufhänger aus Leder angenäht.

Leider gibt es (noch) keine Tragefotos davon, mein Sohn möchte gerade nicht, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf.

Rundpassemäntelchen

Schon im Herbst habe ich einige Schnittversuche zu einem Mäntelchen mit einer Rundpasse gemacht. Versuch Nummer eins war eher etwas für die Tonne, Versuch Nummer zwei zeige ich Euch heute mal.

 Ich bin noch nicht ganz zufrieden, Schnitt Nummer 3 liegt schon etwas länger auf meinem Arbeitsplatz und wartet darauf genäht zu werden.

 Aber das Mäntelchen ist immerhin schon tragbar.

 Mit einer Zipfelkapuze.

 Bei Schnitt Nummer 3 habe ich die Rundpasse noch etwas verkleinert die Form verändert.

 Die Stoffe sind vom Stoffmarkt.

 Die Passe ist aus einem Stück. Damit man sie sieht, habe ich sie mit einer Paspel abgesetzt.

Das Mäntelchen ist aus dieser Skizze entstanden.

Taschen sind auch noch geplant. Mal sehen, ob ich das in diesem Winter noch umsetze.