Nachlese

Die letzten Tage kam ich zu nix. Jedes mal, wenn ich am Rechner war habe ich Bewerbungsmails gelesen. Es waren gegen Ende ca. 460 mails, und dann noch mal so 60 im Forum, in dem ich immer Probe nähen lasse.
Ich danke Euch für Eure Bereitschaft, das ist wirklich toll! Ich habe mir dann 25 Bewerberinnen ausgelost und gestern die Ebooks schon verschickt. Wer nichts bekommen hat: Nicht traurig sein, es ist bestimmt nicht das letzte mal.
Ich habe auch viele tolle Namensvorschläge bekommen. Es gibt bei mir ein paar Favoriten. Ganz süß finde ich „Schnabelinas Lallover“. Das sagt ein Kind einer Probenäherin zu Pullover. Ich liebe ja diese Babysprache. Meine zwei Süßen haben schon sehr früh sehr deutlich gesprochen. Mein Großer hat fast gar keine Babysprache benutzt, meine Kleine hat noch ein paar Worte. Ganz präsent ist bei mir noch „mala“ für nochmal (sagt sie leider nicht mehr) und „Snoten“ für Knoten (kommt noch manchmal, auch wenn sie es schon richtig kann). „Lallover“ ist für mich einen schöne Erinnerung an eine wundervolle Zeit – den Zauber der ersten Worte.
Der zweite Vorschlag, der mir ganz gut gefällt ist „Schnabelinas Trotzkopf“. Was mein ihr?

Dann gibt es hier noch eine kleine Nachlese in Sachen Patchworkdecke. In der letzten Woche sind noch einige Päckchen angekommen.
Zuerst ein riesiges Paket von Sonja mit ganz vielen Stoffen:

 Den Lila-gestreiften habe ich schon gewaschen, das wird der neue Futterstoff für meine neue SchnabelinaBag. Den Hauptstoff habe ich schon und er passt perfekt dazu! Vielen lieben Dank an Dich Sonja!

 Das zweite große Paket kam von Nähoma es war die Schneidematte zu meinem Rollschneider, den sie mir schon geschickt hat! Merci! Die Matte ist wirklich riesig und ich habe mich sehr gefreut.

Dann gab es noch Stoffpäckchen für meinen Quilt!

Der Dank geht an

Ulrike aus V.
Ursula aus W.
F. aus Basel (Schweiz)
Carla aus K.
Neele aus W.
Nicole aus H.
Anne aus M.

So ich hoffe es sind alle Päckchen angekommen und ich habe auch niemand vergessen. Demnächst mache ich mich mal ans waschen und dann schneide ich noch einmal etwas kleiner zu, so kann ich noch ein paar mehr Stoffe verwenden.

Mal wieder ein Betthimmel

 Meine Freundin ist gerade hochschwanger und erwartet ihr erstes Kind. Sie hatte sich von mir einen Betthimmel gewünscht, da die für meine beiden Süßen so gut gefallen haben. Zu kaufen gibt es solche Betthimmel nicht, weil die normalen immer nur für die Schmalseite eines Bettes geeignet sind. Bei einem Beistellbett ist das aber nicht ausreichend.Wir waren dann gemeinsam Stoff aussuchen (für alle, die es interessiert: man braucht von beiden Stoffen jeweils 3,5 m). Ich habe mich dann zuhause hingesetzt und aus den 7 Metern Stoff gezaubert.

 Ich muss ja gestehen, meine Lieblingsbeschäftigung ist so etwas nicht (ich nähe lieber Kleidung), aber das Ergebnis ist immer so schön, dass ich es trotzdem mache.

Jetzt hoffe ich für meine Freundin, dass sie sich nicht mehr so lange gedulden muss. Die letzten Wochen sind einfach wahnsinnig anstrengend.

Overallparade

Ich liebe ja Overalls für kleine Mäuse. Ganz besonders für Winterbabys wie mein Bauchbaby. Da ich bei meinem Großen erst sehr spät mit dem nähen begonnen habe und er außerdem ein Sommerbaby war brauche ich jetzt Nachschub in kleinen Größen.
Das Schnittmuster aus der Ottobre, das ich hierfür verwende geht zwar nur bis Größe 62, aber bei den Mehrgrößenschnitten ist das herunterskalieren nicht so besonders schwer. Hier also das Ergebnis aus zwei Tagen Nähmarathon alle in einer schnuckeligen Größe 56!

 Der erste, ganz schlicht mit Sternen drauf.

 Den hier mag ich besonders. Die Farbkombi grau-rot ist so toll!

 Mit Fliegenpilzen – so kommen geliebte Jerseyreste so richtig schön zu Geltung.

 Einen Piratenanzug. Der ist von den Farben am wenigsten neutral. Mal sehen, ob ich ihn meiner Bauchmaus auch anziehe, falls es ein Mädchen wird. Ansonsten wird er einfach verschenkt.

 Als Hingucker habe ich diesmal den wunderschönen Jersey von Janeas World aufgenäht.

 Zum Schluss noch einmal mit Mäuschen drauf.

 Hier habe ich besonders geflucht, weil sich der Stoff verzogen hat und die graue Bündchenware einfach Mist war.

 Ich kann mich gar nicht entscheiden, welchen ich am schönsten finde. Mal sehen, welcher in die Kliniktasche kommt.

Welcher gefällt Euch am besten?
So langsam bin ich wirklich Overall-Profi. Wenn ich überlege, was ich bei den ersten geackert habe. Mit ein paar Tricks geht es nämlich ganz gut.
 Edit: Der Schnitt heißt Jetro und ist aus der Ottobre 4/2008. Die Kapuze ist von der Jacke nr. 4 aus derselben Ottobre.

Ich muss mich mal outen…

und Euch mein schönes Bäuchlein zeigen:

Ich bin gerade in der 22. Woche, also 6. Monat. Mitte Oktober ist Termin. Ich hatte bis zur 17. Woche ziemlich mit Übelkeit zu kämpfen (deshalb auch meine Blogpause im März), im Moment geht es mir aber sehr gut, auch wenn der Bauch schon anfängt zu stören.

Die Snecke kommt herangetrauft…

Die Schnecke kommt herangekrauft,
herangeprustet und geschnauft.
Streckt vorsichtig die Hörnchen aus
und schleppt ihr Schnirkel-Schneckenhaus,
denn das ist zentnerschwer,
ganz langsam hinterher.

Dieses süße Sprüchlein haben wir aus dem Musikgarten mitgenommen und ich musste es oft für meinen kleinen hersagen, bis dieser Overall fertig war. Mein fast zweijähriger kann ihn auch schon nahezu vollständig erzählen.

 Nachdem ich diesen Overall genäht hatte, war für mich klar, da muss noch ein „inverser“ genäht werden. Einfach so, nur zum Spaß.

 Die kleinen Blümchen durften auch nicht fehlen.

 Ich kann mich gar nicht entscheiden, welcher schöner ist. Aber Overall Nr. 1 wohnt hier ja leider nicht mehr.
Welchen findet ihr denn schöner???

Sabberlätzchen

Mein Süßer war als Baby das totale Spuckkind. Ich bin fast verzweifelt. Mehrmals täglich musste ich ihn umziehen. Als er dann älter wurde ging es besser, da hat er aber ziemlich viel gesabbert. Am Anfang habe ich ihm immer Spuckwindeln um den Hals gelegt. Das wurde mir dann aber irgendwann zu gefährlich, weil er angefangen hat, sie sich über den Kopf zu ziehen. Da habe ich dann Sabberlätzchen für ihn genäht. In rauen Mengen. So blieb die Kleidung wenigstens einigermaßen sauber. Und die Erstickungsgefahr war gebannt.
Ich habe immer Molton dazu verwendet. Das ist noch saugstärker als Frottee und lässt die Feuchtigkeit nicht so schnell durch.
Vor einigen Tagen hat mich eine andere Mutter nach dem Schnitt gefragt. Ich hatte ihn noch in meiner Sammlung und habe ihn kurzerhand digitalisiert und ein Pdf draus erstellt. Das möchte ich meinen lieben Leseren nicht vorenthalten.
Der Verschluss ist bei diesem Lätzchen auf der Seite, damit das Kind nicht darauf liegt. Auch wird das Öffnen und Schließen dadurch wesentlich erleichtert. Das Lätzchen ist super schnell genäht (als ich in die Massenproduktion gegangen bin, habe ich dann nur noch so 10 Minuten gebraucht) und sieht mit Stickerei oder ähnlichem auch ganz nett aus. Wie ein Krägelchen.

Für alle die auch solche Spuckkinder haben: Hier könnt ihr den Schnitt mit einer kurzen Anleitung herunterladen.

Mädchen-Kombi

Ich beneide immer alle Mädchen-Mütter wenn ich nähe. Meinen Jungen benähe ich zwar echt sehr gerne, und die Sachen gefallen mir meistens, aber für ein Mädchen zu nähen ist doch etwas ganz anderes. In meinem Bekanntenkreis kommt bald eins auf die Welt. Da habe ich mir nicht nehmen lassen, etwas für sie zu nähen. Wenn ich schon mal darf. Da hab ich mich mal so richtig ausgetobt. Hoffentlich findet die Mama gefallen daran.

Die Jacke und die Hose sind beide aus der Ottobre.

Die Jacke ist aus wunderschönen Nicky, der aber sehr dehnbar und rutschig ist.

Ich habe beim nähen ordentlich geflucht, weil ich nahezu jedes Teil einkräuseln musste und es dadurch wirklich schwer zu nähen war.

Die Sterne sind mit der Hand aufgemalt und mit Sternchenjersey aufgenäht.

Mein Label passt diesmal perfekt. Ich habe Stylefix zum annähen verwendet und es ist wirklich eine große Erleichterung – gerade bei so rutschigen Stoffen.

Die Hose ist ganz raffiniert geschnitten. Sie besteht aus zwei großen Teilen in die noch ein kleines Stück eingenäht wird.

Dieses sollte eigentlich gerafft sein, dass ging aber beim Nicky nicht wirklich, weil die Teile schon so aufeinander gepasst haben.

Diesmal habe ich sogar ein Schild daran befestigt. Ich musste ja meine neuen Aufkleber testen. Innen steht noch die Größe.

So was ähnliches wie….

Handschuhe für meinen Süßen.
Kinder mögen keine Handschuhe. Die meisten jedenfalls. Und sie bekommen schnell kalte Hände. Meistens jedenfalls.
Ich habe nach einem Kompromiss gesucht. Stulpen mit Daumen. Zum umklappen. Damit wenigstens die Finger halbwegs bedeckt sind. Aber man immer noch alles anfassen kann.
Hoffentlich werden sie getragen. Vielleicht auch erst nächstes Jahr. Oder einfach unter den Handschuhen. Damit die Handgelenke warm bleiben.

Bei Interesse schreib ich auch mal eine Anleitung (bzw, die geänderten Maschenzahlen). Die Anleitung für „große Mädchen“ findet ihr hier.
Wolle: Regia mit Baumwollanteil.