Ein Strauß voll Jeans

Wenn mein Sohn mal wieder einen Wachstumsschub gemacht habe, nähe ich meistens nicht nur eine Hose, sondern einen ganzen Haufen. Das geht beim Zuschneiden schneller und so habe ich das Thema meistens erst einmal vom Tisch. Auf Schnittvariationen habe ich meistens keine Lust. Mein Großer mag seine Jeans nach meinem Schnitt und will auch nichts anderes anziehen. Auch die Erwähnung, ich könnte ja mal einen Reißverschluss mit Knopf in die Hosen einnähen wurde rigoros abgelehnt. Macht nix, finde ich. Sieht man ja sowieso nicht unter dem Shirt.

Also gab es sechs neue Jeans nach dem bewährten „wie immer“ Prinzip! Kennt ihr das auch?

Ich habe zwei verschiedene Blautöne verwendet. Außerdem unterscheiden sie sich in den verwendeten Baumwollstoffen. Jetzt muss ich nur noch gefütterte für den Winter nähen.  Da warte ich aber ab, bis ich auf dem Stoffmarkt war, da gibt es einfach noch die beste Jeansstoff-Auswahl.

Jeansjacke in Mini!

Ich habe es jetzt endlich geschafft, den Softshelljackenschnitt halbwegs fertig zu gradieren. Es fehlen noch einige Details und ein paar Fehler haben sich noch eingeschlichen, die ich in den nächsten Tagen noch verbessern möchte.
Das tolle an selbst gradierten Schnitten ist auch, dass man das Größenspektrum selbst bestimmen kann. So habe ich die Jacke bis nach Größe 74 runtergradiert, so dass ich auch für das Engelchen eine nähen kann. Das habe ich jetzt endlich geschafft – und zwar mit allem Pipapo!

Weil ich nicht so viel Softshell hatte, habe ich sie aus Jeans genäht. Das Material ist ähnlich von der Steifheit und Dehnbarkeit, da kann man dann schon mal die Passform beurteilen. Bei Nähen habe ich auch noch ein paar Fotos für mich gemacht, bei so einer komplizierten Jacke muss man dann schon selbst mal schauen, dass man die richtige Reihenfolge einhält.

 Ich habe deshalb die Jacke von der Machart genauso wie die Softshelljacken der Großen genäht, auch wenn ich normalerweise eine Jeansjacke mit Baumwolle abfüttern würde.

 Sie ist noch ein bisschen groß, mal schauen, was ich da noch ändern muss.

 Hinten habe ich einen Apfel drauf gestickt – passend zum Webband auf dem Ärmeln. Natürlich habe ich erst später gemerkt, dass auf der Höhe eigentlich die Gürtelraffung läuft. Deshalb habe ich sie einfach innen aufgenäht.

 Besonder gerne mag ich die roten Paspeln. Die Kombi rot-blau geht einfach immer oder?

 Anstatt dem elastischen Schrägband habe ich normales Baumwollwebband genommen. So sieht auch diese Jacke innen ganz sauber genäht aus.

 Ich habe sogar meine Taschen eingenäht, die auch innen schön aussehen…

 …auch wenn ich maximal drei Finger rein bekomme.

Zum Schluss hätte ich noch ein paar Fragen an Euch: Die Jacke enthält viele Schnittteilstreifen. Für die Kapuze, den Reißverschlussuntertritt, den Gürtel. Ich schneide ja so etwas gerne einfach mit dem Rollschneider und Lineal zu. Was mögt ihr da am liebsten, eine Tabelle mit Zahlen, eine Tabelle zum abmessen wie ihr das immer bei mir auf dem Schnittmustern für die Bündchen findet oder ein Schnittmusterteil zum ausschneiden. Das Schnittmuster hat derzeit 18 Seiten. Es fehlen noch die genannten drei Streifen und die Bündchen.

Hosen im Dreierpack

Schon vor längerer Zeit sind diese drei Jeans für meinen Großen entstanden:

 Die schwarze Hose hat schon ein paar Runden in der Wäsche gedreht, die habe ich mal schnell für ein Konzert genäht.

 Die Hosenbeine besticke ich immer gerne. Die Eisbärhose ist passend zu dieser Kombi entstanden. Inzwischen passt sie wirklich sehr gut und wird gerne und viel getragen.

 Hier fehlen noch zwei Hosen. Die habe ich so schnell zwischen Tür und Angel fertig genäht. Nachdem mein Sohn Strumpfhosen oder ähnliches nicht so gerne mag habe ich ihm zwei Jeans mit Jersey/Interlock abgefüttert. Damit sich beim Anziehen das Futter nicht verwurschtelt habe ich es in der Außennaht mitgefasst. Bei den Temperaturen gerade werden die Hosen gerade immer abwechselnd getragen. Mal sehen, ob ich sie noch mal vor die Kamera bekomme.