Das letzte Strickkleid…

…in diesem Winter habe ich für mich gestrickt. Momentan sitze ich noch an meinem Poncho, aber da ist erst Halbzeit, den werde ich diesen Winter nicht mehr tragen können. Aber zumindest dieses Kleid habe ich schon ausgiebig tragen können.

Ich habe den gleichen Farbton genommen wie für den Poncho für mein Engelchen. Nur dieses mal als etwas dünnere Wolle. Kombiniert habe ich mit verschiedenen Lilatönen.

Ich habe einen extra hohen Kragen angestrickt. Irgendwie war mir sehr nach Wärme die letzte Zeit. Das macht das Kleid wirklich super kuschelig und die Wolle kratzt zum Glück gar nicht.

Hier mal ein Schnappschuss aus der Praxis. Ich hatte das Kleid letztens an, als ich im Gottesdienst Geige gespielt habe und mein Mann hat dieses Bild von mir gemacht.

Mama, wir sind Zwingelle!

(Werbung, weil Stoffprobenähen) ich habe mir schon lange keinen Partnerlook mit meinen Kindern genäht, eigentlich mag ich das ja total gerne. Das hat so eine Zusammengehörigkeitsgefühl für mich. Dieses mal hat es zumindest für mein kleines Mädchen noch gereicht.

Vernäht habe ich das Gewinnerdesign vom Designwettbewerb von Stoff und Liebe.

Für mich gab es ein Shirt (eigener Schnitt, unveröffentlicht), für das Engelchen ein Rafftop.

Mein Shirt habe ich oben mit Passe genäht, so konnte ich das Motiv noch mal richtig zur Geltung bringen.

Für ein Kopftuch hat es hier auch noch gereicht, das ist momentan hier Pflicht zu jedem Outfit.

Wir hatten viel Spaß beim Shooting. Die kleine Maus war erst ganz schüchtern, ist dann aber aufgetaut.

Sie war ja auch ganz stolz, dass sie „Zwingelle“ mit der Mama war. Sie spricht ja eigentlich schon total fehlerfrei für ihre fast vier Jahre, nur ein paar Wörter muss sie noch verbessern. Bei diesem bringe ich es einfach nicht übers Herz, sie zu verbessern. Es ist einfach zu süß.

Meine Softshelljacke

Schon als ich für meine Kinder den Softshelljackenschnitt entworfen habe war mir klar, dass ich eines Tages auch für mich eine Jacke nähen möchte. Natürlich wollte ich auch unbedingt den Schnitt selbst entwerfen. Das war aber doch viel schwieriger als gedacht. Ich glaube ich habe 3-4 Probejacken genäht, bis ich mich an den Softshell getraut habe. Auch hier habe ich während des Nähens noch einiges umgeändert. Dann lag die Jacke ungefähr ein halbes Jahr in der Ecke, weil mir die Ärmel zu kurz waren. Jetzt im Frühjahr habe ich mich endlich dran gemacht und sie wirklich fertig gestellt.

Ich wollte unbedingt auch solche schräg verlaufenden Teilungen wie bei den Kinderjacken habe. Nur leider verträgt sich das nicht so gut mit einer zusätzlichen Taillierung und überhaupt. Irgendwie habe ich es hinbekommen, auch wenn es noch nicht ganz perfekt ist.

Hinten habe ich auch noch Teilungsnähte eingebaut wegen der Taillierung.

Was für mich sehr wichtig war: der Kragen. Der musste wirklich hoch und vor allem eng sein. So dass ich in der Übergangszeit keinen Schal brauche, sondern es reicht, wenn ich einfach den Kragen schließe.

Aufgrund des hohen Kragens konnte ich dann die Kapuzenlösung nicht so machen, wie bei der Kindersoftshelljacke. Das hätte einfach nicht ausgesehen. Deshalb habe ich die Kapuze mit einem Reißverschluss befestigt.

Ganz wichtig waren für mich auch die Reflektorstreifen und die Reflektorpaspel.

Ansonsten ist die Jacke aber schlicht gehalten.

Die Ärmel sind wirklich sehr lang. Das ist auch sehr wichtig für mich. Ich brauche das einfach. Wenn ich die Arme nach vorne nehme (so wie beim Autofahren), müssen meine Handgelenke immer noch gut bedeckt sein. Das habe ich bei Kaufjacken wirklich nie.

Auch wenn es nicht ohne Schwierigkeiten ablief. Ich bin froh, dass ich drangeblieben bin. Jetzt habe ich schon einmal eine gute Basis für die nächste Jacke. Die ist nämlich schon geplant. Diesmal aus Walkloden. Auch wenn es mir schwer fällt werde ich aber dieses mal die Teilungsnähte nicht schräg verlaufen lassen. Das ist schnitttechnisch mit der Taillierung ein Unding. Mal sehen, was ich auch noch alles ändern möchte. In meinem Kopf arbeitet es jedenfalls schon seit geraumer Zeit.