Nähanleitung Rafftop

Auf Instagram gibt es gerade ein kleines offenes Probenähen für dieses süße Sommertop. Natürlich kann man auch ohne Instagram-Account mitnähen. Das Ergebnis mit Eurem Feedback könnt ihr mir auch per mail zukommen lassen. Bitte schickt mir nicht zu viele Bilder und verkleinert diese auf max. 700 px (breite Seite), sonst verkraftet das mein Posteingang nicht.

Hier kommt sie, die Nähanleitung für das Rafftop!

Das Schnittmuster in den Größen 80-116 könnt ihr hier herunterladen.

Größeneinschätzung:

Da das Shirt ja noch nicht Probegenäht wurde, kann ich nur eine ungefähre Größeneinschätzung geben. Das Top ist eher körpernah geschnitten. Auf dem Schnittmuster findet ihr jeweils eine Angabe für den Brustumfang. Danach könnt ihr Euch ein bisschen orientieren. Bis zu diesem Brustumfang passt das Shirt auf jeden Fall gut. Sollte das Kind darüber liegen, würde ich das Shirt eine Größe größer nähen und ggf. kürzen. Ebenso kann bei schmalen Kindern natürlich eine Größe kleiner nähen, und das Shirt verlängern.

Die Länge ist eher sommerlich, also nicht zu lang, so dass es auch noch mit einem Rock gut aussieht. Das Rafftop ist unten ein wenig ausgestellt, so passt es gut über einen Windelpopo oder kaschiert ein kleines Bäuchlein.

Anleitung

Drucke Dir Dein Schnittmuster aus. Achte dabei darauf, dass Du bei der Drucker auf 100% bzw. „ohne Anpassung“ steht. Messe bitte zur Sicherheit das Skalierungsquadrat nach.

Schneide Dir das Schnittmuster in Deiner gewünschten Größe aus. An den Überlappungspunkten der Seiten das Schnittmuster an den grauen Kanten abschneiden…

…so können die Kanten überlappend geklebt werden.

Der Zuschnitt

Schneide Dir das Vorderteil und das Rückenteil jeweils 1x im Stoffbruch zu. Das Schnittmuster enthält keine Naht- und Saumzugaben. Bitte füge eine Nahtzugabe von 7mm und eine Saumzugabe von 2,5- 3 cm hinzu.

Schneide Dir gleich auch die Bündchen für die Armausschnitte zu. Die Bündchen müssen 5 cm breit sein. Die Länge der Bündchen kannst Du auf dem Schnittmuster abmessen.

Bevor Du das Schnittmuster vom Stoff nimmst, vergiss nicht jeweils am Vorder- und Rückenteil die Knipse (kleine Einschnitte zur Markierung) zu machen.

Das Nähen

Jetzt müssen die Schulternähte des Vorderteils so gerafft werden, dass sie genau so breit sind wie die Schulternähte des Rückenteils.

Ich zeige hier, wie man mit dem Unterfaden rafft, Du kannst aber auch mit Framilon raffen oder einer anderen Methode verwenden. Nähe mit wenig Nahtzugabe eine Naht auf der Schulter des Vorderteils. Stelle dabei die Fadenspannung auf locker (bei mir auf 1). Lasse die Anfangs- und Endfäden dabei ganz lang.

Wenn Du jetzt an dem Unterfaden ziehst rafft sich die Naht.

Wenn das Vorderteil genau so lang ist, wie das Rückenteil, kannst Du den Unterfaden und den Oberfaden jeweils verknoten. So löst sich die Raffung nicht mehr.

Kontrolliere, ob die Raffung gleich breit ist und die Falten sich schön gleichmäßig verteilen.

Jetzt musst Du die Schulternähte des Vorder- und Rückenteils rechts auf rechts aufeinander legen. Achte darauf, dass sich die richtigen Seiten treffen.

Jetzt nähe die Naht mit der Overlock oder einem elastischen Stich der Nähmaschine zusammen. Ich hebe immer den Nähfuß an und schiebe die Schulternaht darunter, damit die Raffung sich nicht verschiebt.

So sieht die Naht jetzt aus.

Steppe die Naht von rechts auf dem nicht gerafftem Rückenteil einmal ab. Da die Naht nicht belastet wird kannst Du dafür einen normalen Geradestich verwenden.

Die andere Schulternaht wird genauso gearbeitet

Lege das Shirt rechts auf rechts aufeinander und stecke die Seitennähte.

Nähe sie mit der Overlock, oder einem elastischen Stich Deiner Nähmaschine zusammen.

Als nächstes sind die Bündchen dran.

Falte sie einmal quer, so dass die rechte Seite innen liegt.

Nähe sie mit dem Geradestich Deiner Nähmaschine zu einem Kreis zusammen.

Mache an der Falz jeweils einen kleinen Knips in das Bündchen.

Falte das Bündchen einmal längs, so dass die linke Stoffseite innen ist. Die Nahtzugaben werden dabei auseinander gefaltet, so tragen sie nicht so stark auf.

Als erstes wird das Halsbündchen angenäht.

Stecke den Knips des Bündchens auf den Knips des Vorderteils.

Und die Naht des Bündchens kommt auf den Knips des Rückenteils.

Das Bündchen zwischen den beiden Nadeln dehnen und noch eine Nadel auf der Höhe der Schulternaht stecken.

Jetzt wird das Bündchen mit der Overlock oder einem elastischen Stich der Nähmaschine festgenäht.

Beim annähen das Bündchen so weit dehnen, dass es genau so lang ist, wie der Jersey.

Als nächstes werden die Schulterbündchen angenäht.

Dazu mache Dir erst einmal oben an der Falz der Schulter einen kleinen Knips.

Jetzt wird die Bündchennaht vom Schulterbündchen auf die Seitennaht gesteckt…

Und den Bündchenknips auf den Schulterknips.

Jetzt wird noch das zweite Schulterbündchen angenäht.

Als letztes wird der Saum gesteckt.

Schlage den Saum unten 2,5-3 cm um, bügele ihn und nähe ihn mit einem elastischen Stich fest.

Fertig ist Dein Rafftop!

Mama, willst Du cool sein?

(Werbung, weil Stoffprobenähen) Es ist wirklich lustig, wie meine Kinder auf neue Stoffe reagieren. Als Kombistoff zur neuen Serie „James“ von Stoff und Liebe hier eintrudelte und ich verkündete, dass ich etwas für mich daraus nähen möchte war die Prinzessin entsetzt. „Mama,das ist doch kein Stoff für Dich, da musst Du Sandro etwas draus nähen“. Ich habe mich trotzdem nicht beirren lassen, und für mich ein Shirt daraus genäht.

Als ich es fürs Shooting anzog, kam mein Engelchen vorbei. „shick aus, Mama“ war ihr Kommentar (das sie überhaupt gemerkt hat, dass ich etwas neues anhabe!!!). Meine Prinzessin war da wesentlich kritischer: „Mama willst Du cool sein????“ Wobei man wissen muss, dass hier „cool sein“ eher als Schimpfwort verwendet wird. „Das kannst Du doch nicht anziehen!“

Ich habe die schönen Ringel mit schwarzen/grauen Sternen kombiniert (die auch mal Kombistoff waren – wozu, dass weiß ich leider nicht mehr). Mit der Stickmaschine habe ich ganz viele Sterne appliziert. Das geht sicher auch gut mit der Nähmaschine, ich war nur zu faul. Sticken geht hier immer gut, wenn ich nebenbei aufräume.

James gibt es wie immer Freitags. Und jetzt bin ich gespannt. Was haltet ihr von dem Shirt?

Der Shirtschnitt ist wie immer von mir (unveröffentlicht). Wie ihr seht, mit überlangen Ärmeln – ich brauche so etwas.

Mein Snaply-Backstage-Outfit

(Werbung) Letztes Wochenende war ich bei Snaply eingeladen. Schon vor zwei Jahren war ich (damals noch hochschwanger) auf dem tollen Event und auch dieses Jahr habe ich mich sehr darauf gefreut. Auch wenn ich dieses mal nur kurz dabei sein konnte hat es sich wirklich für mich gelohnt. Es war so toll, die vielen netten Menschen kennen zu lernen. Außerdem gab es tolle Workshops für uns. Doch davon später. Natürlich musste ich mir für das Wochenende ein neues Outfit nähen. Entschieden habe ich mich für eine Mamacita und dann habe ich es endlich mal geschafft, meinen Boleroschnitt auf meine Größe zu übertragen.

Ich mag sehr gerne etwas längere Schnitte, nur leider bin ich immer so verfroren, dass ich unbedingt etwas zum drüberziehen haben muss. Ich kann nicht einfach so ein Shirt anziehen ohne Pulli drüber. Da ist dann ein Bolero eine schöne Alternative.

Ich habe die Bündchen diesmal ebenfalls aus Sweat gemacht, und nicht wie beim Kinderschnitt aus Bündchenware. Das finde ich für Erwachsene einfach passender und es klappt erstaunlich gut. Beim Kinderschnitt muss ich das auch einmal testen. Allerdings muss man dafür die Bündchenlänge anpassen.

Bestickt habe ich den Bolero hinten mit einem selbstdigitalisieren Celtic knot. Auch die Ärmel habe ich unten bestickt. 

Natürlich habe ich vorher vergessen, die Applikation der Stickdatei auszuschneiden. Das habe ich zum Glück noch morgens vor dem wegfahren gemerkt. So hatte ich eine schöne Beschäftigung für den Zug.

Bei Snaply gab es dieses mal wieder vier verschiedene Workshops zu erleben. Besonders gefallen hat mir das sticken mit der punchneedle.

Wenn man den Dreh mal raus hat, geht das echt Ratzfatz und wenn ihr mal bei Instagram schaut, könnt ihr sehen, was man für tolle Sachen damit machen könnte.

Auch sehr spannend war der Workshop von Vlieseline. Leider konnte ich ihn nicht vollständig besuchen, weil ich nur einen Tag bleiben konnte (mein Mann hatte am Sonntag ein Konzert) aber es war trotzdem sehr interessant, die neuen Materialien zu testen (ich sag nur: dehnbares Vliesofix!!!!!).

Dann haben wir noch Makranäh gemacht. Das war nicht so mein Ding, zumindest nicht mit so dicken Kordeln. Das gefällt mir optisch nicht so gut. Im vierten Workshop sind wir im Stoffhimmel gelandet – dem neuen Stofflager von Snaply. Dort durften wir uns eine fiktive Bestellung zusammensuchen und uns dann noch Stoff aussuchen. Ich sag Euch, ich stand davor und wusste einfach nicht weiter. So viele schöne Stoffe! Letztendlich habe ich dann einen wunderschönen Jersey und einen Wollwalk gewählt. Auf Instagram könnt ihr noch ein paar Schnappschüsse von diesem tollen Wochenende sehen.