Werkzeuggürtel

Ich werde am Samstag Taufpatin und der Täufling wünscht sich schon seit langem einen Werkzeuggürtel. So etwas wollte ich schon ewig nähen, aber wie es so ist – man hat 1000 Ideen und an der Umsetzung hapert es. Diesmal bin ich mit System dran gegangen und habe mir erst einmal eine Zeichnung gemacht und dann ein Schnittmuster gebastelt.

Ich habe versucht, jede Menge verschiedene Möglichkeiten zu finden, um das Werkzeug zu befestigen.  Die Tasche selbst hat einen Reißverschluss mit einem großen Fach für Nägel, Schrauben und Zubehör.

Auf dem Gurtband habe ich ein Stück Leder zum stabilisieren aufgenäht und hier auch noch einmal Gummibandschlaufen befestigt. Daneben befindet sich ein Karabinerhaken, an dem man ein Futteral für eine Feile* befestigen kann.

Neben dem Hauptreißverschluss gibt es noch zwei Gummibandschlaufen für Hammer* oder Schraubenzieher.

Unter den Reißverschluss befindet sich eine aufgesetzte Tasche mit Unterteilungen. Die Seitenteile sind unten geschlossen – in der Mitte ist die Tasche offen, hier kann man z. B. eine etwas längere Zange* einhaken.

Ich finde ihn richtig gelungen und freue mich schon sehr, ihn zu verschenken.

Als Material habe ich etwas steiferes Puschenleder* in hellbraun und Ecopell* in dunkelbraun verwendet. So ein Werkzeuggürtel muss stabil sein, da finde ich Stoff nicht so sehr geeignet.

Dazu habe ich noch eine Bohrmaschine* gekauft. Ich finde ja in dieser digitalen Welt brauchen die Kinder so etwas wie Werkzeug zum schaffen und arbeiten.

Meine Tochter hat mal für ein paar Fotos Probe getragen.

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Ideen, die unbedingt rausmüssen

Kennt ihr das? Ideen, die unbedingt rausmüssen. So ging es mir mit dieser Tasche. Die Idee dazu hatte ich schon vor mehreren Monaten. ich hatte sogar schon eine Skizze gemacht. Trotzdem habe ich nächtelang über diese Tasche gegrübelt und mir verschiedene Näh-Strategien ausgedacht. Jetzt hat es mir gereicht, ich habe diese Tasche genäht, damit ich Ruhe vor meinem eigenen Kopfkino habe. Das hier ist der erste Prototyp aus SnapPapPlus. Irgendwann werde ich diese Tasche sicher auch aus Stoff nähen.

 Die Kombination aus dem veganen Leder und dem Buchenholz finde ich aber cool. Da das Material nicht versäubert oder gefüttert werden muss, eignet es sich sehr gut für so einen Protoyp. Zudem ist es so stabil, dass die Tasche auch ohne Inhalt wie ne eins steht!

 Die Stangen sind befestigt, so dass sie nicht herausrutschen können und die Löcher an den Seiten sind dazu da, irgendwann mal ein Gurtband zum Tragen durchzuziehen.

Allerdings trägt sich das Teil auch ohne einen Schultergurt sehr angenehm. Viel besser, als eine Beuteltasche. Irgendwie verteilt sich das Gewicht durch die Holzstangen besser.

Die Tasche wird mit einer Steckschnalle verschlossen.

Vorne habe ich ein Reißverschlussfach aufgenäht. Hier kann man den Geldbeutel und Schlüssel verstauen.

Jetzt bin ich erst mal froh, dass die Tasche genäht ist, so habe ich wieder etwas Ruhe vor dem Kopfkino. Allerdings habe ich mir schon wieder Gedanken zur Stoffumsetzung gemacht. Wirklich blöd, ich kann das gar nicht abstellen.

Verlinkt bei rums.
*das Material wurde mir zum Testen zur Verfügung gestellt*

Brillenbausatz

Zu Weihnachten hatte sich mein Mann von mir ein Etui für seine Brillenbügel gewünscht. Er hat eine Dilem-Brille, da kann man die Bügel austauschen.

 Ich habe ewig über eine coole Bezeichnung zum besticken nachgedacht. Brillenbausatz passt jetzt aber ganz gut.

 Innen ist großzügig Platz für die Bügel.

 Genäht habe ich es aus diesem
Puschenleder*, Meine Wahl, wenn mir Ecopell für ein Lederprojekt zu teuer ist.

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Überraschungen

Kurz vor unserem Urlaub ich ich meinen Schatz ganz schön aus den Socken gehauen. Ich habe ihm nämlich ein Tablet geschenkt. Zum Geburtstag, der aber eigentlich erst im November ist. Nur leider waren die ganzen Termine, bei denen er so ein Teil gebrauchen könnte schon jetzt also habe ich das Geburtstagsgeschenk kurzerhand vorgezogen.
Natürlich musste ich auch eine Hülle für das Teil nähen.

 Ich durfte sogar etwas drauf sticken, allerdings nur Ton in Ton. Das Gummiband habe ich diesmal so eingenäht, dass man beim umklappen die Klappe fixieren kann.

Die Hülle hat sich schon echt bewährt, auch wenn die Security beim Flughafen bei der Kontrolle extra noch mal hingeguckt hat. Anscheinend ist das nicht die übliche Art ein Tablet zu verpacken.

Die Anleitung dazu findet ihr hier.

Mahlzeit!

Mein Großer ist ja jetzt eingeschult worden. Für das zweite Frühstück in der Schule war ein Deckchen gewünscht. Heute Vormittag habe ich mich endlich hingesetzt und meine Ideen umgesetzt.

 Als ich angefangen habe hatte ich nur ganz ungenaue Vorstellungen.

 Das Brot und das Wasser sind mit der Stickmaschine gestickt…

 …der Kreis für die Flasche appliziert. Das wäre auch mit der Maschine gegangen, da hätte ich aber nie die Mitte von dem Stoffkreis getroffen. Ein bisschen Ärger hatte ich mit dem Jeans, ich hatte nur welchen mit Elasthan, der ist für solche Arbeiten nicht wirklich geeignet.

Hinten drauf ist ein dunkelblauer Punktestoff. Damit ich gut absteppen kann ist das Teil auch gefüttert. Ich habe dünnes Quiltvlies genommen, das nächste mal nehme ich aber H630 oder etwas ähnliches, das kann man auch aufbügeln.

Schnabelina-Buch

Seit ich angefangen habe Schnittmuster zu entwerfen, bin ich immer mehr am zeichnen. Ich bin da keine besonders große Künstlerin, aber für ein paar technische Zeichnungen reicht es noch. Bislang sind meine Entwürfe immer auf irgendwelchen Zetteln gelandet, oder in einem kleinen Heft, das leider viel zu wenig Seiten hat. Jetzt habe ich mir endlich ein richtigen Zeichenbuch (DinA4 quer) gekauft, in dem ich meine Idee alle an einem Ort haben kann. Ich habe mir ein Hahnenmühle Zeichenbuch gekauft, dass aber nur einen einfachen Einband hat. Da musste ich natürlich einen Buchumschlag dafür nähen, sonst nutzt es sich zu schnell ab. Beim Material habe ich mich für Leder entschieden – ich mag Leder sehr gerne als Material, gerade bei Sachen, die ich oft in der Hand habe.

 Natürlich musste vorne mein Schnabelina-Logo mit drauf.

 Ich habe beim Applizieren ganz schön gekämpft. Das Leder ist sehr weich und griffig und hat sich sehr schlecht transportieren lassen. Ich habe mich mehrmals gefragt, warum ich mir gerade ein so kompliziertes S für mein Logo ausgesucht habe.

 Um das Buch gut zu schützen kam natürlich noch ein Gummiband zum verschließen mit dran. Das kann dann auch den Bleistift halten. Hinten ist die Buchhülle ganz schlicht.

 Natürlich habe ich schon angefangen mit dem zeichnen…..

Jetzt bräuchte ich nur eine ganze Menge Zeit, um diese ganzen Ideen auch noch umsetzen zu können…..

Designbeispiele Ebookreaderhülle – so langsam gehts wieder

So langsam habe ich das Gefühl, wieder alles aufzuholen. Ich habe mich endlich um mein Ebookreaderhüllenebook gekümmert und das Ebook ist fast fertig. Ich hatte es ja bereits vor der Tasche angefangen und Probe nähen lassen, aber dann bin ich einfach zu nix mehr gekommen.
Hier kommen erst einmal die Designbeispiele, das Ebook gibt es noch diese Woche. Vielen Dank Euch lieben Probenäherinnen für die tollen Beispiele!

Außerdem habe ich noch zwei Überraschungspäckli bekommen *froi! Das erste war ein Stoffpaket von Britta! Vielen lieben Dank Dir für das schöne Paket!

 Und als zweites einen Blumengutschein von Sigrid. Dir auch ganz lieben Dank! Ich habe mich sehr darüber gefreut!

Ebookreaderhülle (kleines Probenähen)

Vor einer Woche hat meine Tochter leider meine Original-Kindle-Hülle geschrottet. Noch einmal kaufen war mir zu teuer außerdem ist selber machen ja bekanntlich viel schöner.

 Für die Applis habe ich mir extra eine neue Lochzange zugelegt. Meine Alte vom Kaffeeröster ging gar nicht mehr. Mit der neuen macht das richtig Spaß!

 Wieder mit Gummi zum schließen.

 Innen ist die rauhe Lederseite. Das ist sehr praktisch beim Lesen, da der Reader dann nicht vom Schoß rutscht.

 Das ist jetzt meine dritte Hülle. Jetzt habe ich es endlich heraus und weiß, wie ich die Befestigung ohne Probleme nähen kann.

Ich habe ein kleines Tutorial gezeichnet. Ich hatte beim nähen (schon bei der letzten Hülle) versucht Fotos zu machen, die sind aber alle nix geworden. Die rauhe Seite des Leder schluckt einfach jeden Kontrast. Also habe ich digitale Zeichnungen gemacht. Ich bin mal gespannt, wie ihr das findet.
Es wäre toll, wenn einige von Euch sich bereit erklären würden, meine Readerhülle zu testen, damit ich weiß, ob es so funktioniert. Auch ein paar Designbeispiele wären wirklich super. Ich könnte mir vorstellen, dass die Hülle auch für ein Tablet funktioniert.
Wer mag, schreibt mir bitte eine email (siehe „über mich“)

An Material braucht ihr:

Leder, ca. 2x Din A 4  
Lederreste zum verzieren
Gummiband, 7 mm breit ca. 40 cm
Gummiband 25 mm breit ca. 30 cm
1 flexibles Schneidebrett alternativ
eine feste Pappe
Sprühkleber
Nähfaden

Wer mag, kann das ganze auch mit dickem Filz testen.
Bewerbungsschluss ist Dienstag, 20. August 2013 20.00h.

Auf die Schnelle

Mein Schatz musste verreisen und meinte vorher noch so: ach ja, wenn Du mir mal irgendwann einen Schuhbeutel nähen würdest….
Also habe ich mich noch vor dem Abendessen ans Maschinchen gesetzt und schnell noch einen Beutel genäht. Nix besonderes, wieder aus Tragetuch (finde ich super, weil man es gut einlagig nähen kann und es sehr robust ist) mit Reißverschluss und Bändel. Die einzige Vorgabe von meinem Schatz war: aber bitte mit Label drauf!

 Farblich habe ich mich an seiner Lieblingskombi rot-schwarz orientiert.

Wenn ich das so sehe, würde ich am liebsten auch gleich einen haben. Meine Schuhe landen nämlich immer in der Plastiktüte.