Bolero-Liebe

Schon seit Wochen liegt mir die Prinzessin in den Ohren: Mama, ich habe überhaupt keine Boleros mehr. Ich brauche ganz dringend welche. Jetzt habe ich mich endlich daran gemacht und gleich einen Dreierpack genäht.

In Wunschfarben, und bewusst neutral einfarbig, damit es zu besonders vielen Kleidern passt. Hier mit den Lieblingskleidern getragen. Ihr kennt das ja. Kaum aus der Waschmaschine, schon wieder am Kind. Sie bügelt sogar ihren Rock dafür selbst.

Natürlich nach meinem Bolero-Schnitt.

Nur hinten hat sich die Stickmaschine ausgetobt. Wir haben uns gemeinsam ein paar passende Dateien herausgesucht.

Den hier mag ich besonders. Mein erster aus Nicky. So wunderbar kuschelig.

Einer in rot musste natürlich auch sein. Die Ärmel habe ich ziemlich stark verlängert. Das ist hier immer wichtig, da sie zuerst zu kurz werden.

Die kleinen Steckschnallen gibt es hier.*

Die anderen zwei sind aus Wintersweat. Das mag ich sehr gerne bei diesem Schnitt. Der Stoff ist etwas steifer, da legt sich der Schnitt schöner.

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Sonnengruß Yoga-Shirt

Für meine Schwiegermutter, die mit ihren 80 Jahren immer noch als Yoga-Lehrerin tätig ist, habe ich ein schlichtes schwarzes Shirt zum Geburtstag genäht.

Das Shirt war schnell genäht, auch wenn ich erst das Schnittmuster konstruieren musste. Am längsten habe ich eigentlich für die Stickdatei vom Sonnengruß gebraucht.

Irgendwann hat mein Großer mir sogar auch beim digitalisieren geholfen. Letztendlich haben wir dann doch festgestellt, dass wir gar nicht so genau hätten arbeiten müssen, da die Figuren doch eher klein herauskamen. Aber so kann ich sie auch noch mal einzeln sticken und dann vergrößern.

Gestickt habe ich das ganze dann ganz schlicht mit Farbverlaufsgarn*. Da ich nur ein 13×18 Rahmen habe, musste ich das Motiv in drei Teile zerlegen und einzeln sticken. Ich bin sehr froh, dass ich das so genau hinbekommen habe.

Mit den Fotos bin ich mal wieder etwas unglücklich. Schwarz lässt sich einfach nicht gut fotografieren. Das Shirt ist in echt viel schöner.

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Die Sache mit dem Streifen in der Jeans…

Ihr erinnert Euch sicher noch an meine letzte Jeans. Sie passte einfach perfekt. Bei dieser hier habe ich das gleiche Schnittmuster verwendet, aber beim Zuschnitt nicht beachtet, dass der Jeans keinen Strechanteil hat. Keine Ahnung, wie ich das übersehen konnte.

Was dann passierte, könnt ihr euch vorstellen. Viel zu eng. Also ich meine, viel, viel, viel zu eng. Krass, was der Stoff ausmacht.

Natürlich hatte ich gar keinen Stoff mehr davon übrig. Das war ein Rest vom Stoffmarkt. Der hat sowieso nur noch gerade so gereicht. Einen ähnlichen Stoff hatte ich auch nicht. Also bin ich auf Kontrastsuche gegangen.

Zuerst habe ich einen 5 cm breiten Streifen zugeschnitten und eingesetzt. Nachdem ich die Jeans schon wieder zusammengenäht hatte (ich habe geflucht beim auftrennen, ich sage nur: Steppnähte!!!!) musste ich feststellen, das reicht nicht.

Also noch einen breiteren Streifen zugeschnitten (mein Kontraststoff wurde auch schon leer), alles wieder aufgetrennt und den neuen Streifen eingenäht. Dieses mal war ich schlauer und habe aufs absteppen verzichtet.

Den Bund musste ich natürlich auch neu zuschneiden.

Letztendlich bin ich aber froh, dass ich mir den ganzen Mist angetan habe. Jetzt sitzt sie nämlich wirklich super. Und ich mag die ganzen Details. Und bis auf den Streifen habe ich auch wirklich nichts am Schnitt verändert.

Dazu trage ich ein Shirt aus knitknit von Lapika. Die Farbe passt perfekt zur Hose.