Probenähen für Tante Ema

Vor kurzem erhielt ich die Anfrage, ob ich nicht Lust hätte, für Tante Ema ein paar Schnitte und Stoffe zu testen. Obwohl ich momentan mit meinen drei Mäusen ziemlich ausgelastet bin, musste ich unbedingt sofort zusagen. Zumal es mir die Motive der neuen Sommerkollektion wirklich angetan hatten. Tante Ema kannte ich bisher vor allem von den vielen schönen Baumwollwebware-Stoffen. Das es inzwischen auch Jerseys gibt, war mir neu. Ich war ziemlich gespannt auf die Qualität der Stoffe und wurde nicht enttäuscht. Selbst nach der Wäsche sind die Stoffe noch schön griffig und gut zu vernähen. Als Schnittmuster habe ich das Kleid mit den Flügelärmeln und eine kurze Leggings genäht. 

 Mein Große hat ihr neues Kleid sofort anbehalten. Ihr haben es vor allem die tollen Flügelärmel angetan. Da sieht sie dann doch mal großzügig über die Tatsache hinweg, dass das Kleid nicht rosa ist. Und ich freue mich darüber, auch mal anderen Farbtöne an meiner Tochter zu sehen.

 Wenn ich die Fotos ansehe, stimmt es mich schon ein bisschen wehmütig, wie groß meine Prinzessin doch schon geworden ist. Man sieht ihr inzwischen das fast-Schulkind richtig an.

 Vernäht habe ich die Sommerbrise und das Spitzenquarett  aus der Sommerkollektion.

 Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, auch für das kleine Engelchen ein Kleidchen aus den Reststoffen in Größe 74 zu nähen. Da das Schnittmuster erst ab Größe 98 geht, habe ich (mal wieder!) ein Trotzkopfkleidchen genäht. Damit es auch optisch an das große Kleid angepasst wirkt, habe ich auch hier die Flügelärmelchen dran gebastelt. Ich bin ganz verzaubert von dem Ergebnis, dass muss ich unbedingt noch einmal so nähen!

 Der Rest von dem Spitzenquartett hat dann noch für einen Regenbogenbody gereicht.

 Hier die beiden Mäuse zusammen!

 Sorry für die Bilderflut, ich konnte mich einfach nicht entscheiden.

*die Stoffe und Schnittmuster wurden mir von Tante Ema zum Probevernähen zur Verfügung gestellt.*

Das Probekleid

Wer meinen Blog schon länger liest, erinnert sich vielleicht noch an das bezaubernde Taufkleid, dass ich meiner Prinzessin genäht habe. Dieses Kleid wurde sehr geliebt, sie hat es auch danach noch zu besonders festlichen Gelegenheiten angezogen. Jetzt passt es leider nicht mehr. Als ich dann erwähnt habe, dass ich dieses Kleid ja umarbeiten könnte, damit das kleine Engelchen es zu seiner Taufe tragen kann ist meine Große in Tränen ausgebrochen. Dieses Mädel, das immer so großzügig ist, alle seine Sachen verschenkt. Aber dieses Kleid weiterzugeben, dass ging nicht.
Nachdem wir dieses Jahr noch auf einer Hochzeit eingeladen sind und die Prinzessin auch noch bei drei Konzerten mitspielt, habe ich mich dazu hinreißen lassen, ihr noch einmal ein solches Kleid mit Spitze zu nähen. Ich habe lange recherchiert und bin letztendlich doch wieder an der bezaubernden Tüllspitze von “der rote Faden” hängen geblieben. Etwas vergleichbares habe ich einfach nicht gefunden. Es gibt zwar auch andere Spitze, aber die finde ich oftmals etwas altmodisch und nicht so wunderbar fligran wie diese Tüllspitze. Diesmal haben wir uns für den Farbton “apricot” entschieden. Das passt einfach für eine Hochzeit besser. Auch untendrunter wollte ich diesmal kein Baumwollbatist sondern habe mich für einen leichten Strech-Satin in rauchquarz entschieden. Der knittert weniger und hat außerdem noch einen tollen Glanz, der durch die Spitze durchschimmert.

Nachdem diese herrlichen Stoffe dann da waren habe ich dann doch den Bammel bekommen sie anzuschneiden. Man näht doch nicht alle Tage ein Abendkleid, auch wenn es nur für ein Kind ist. Da die Prinzessin bodenlange Kleider sehr liebt, habe ich mich mal drangemacht und aus dem schwingenden Rockteil von meinem Kapuzenkleidchen ein bodenlanges schwingendes Rockteil zu machen. Natürlich musste ich dann erst mal ein Probekleid nähen. Ganz easy, peasy schnell genäht, unten mit der Ovi einfach nur versäubert – ein richtige Probekleid halt.

 Genäht habe ich das Kleid aus einem Hemdenstoff, den ich mal aus einem Fabrikverkauf zum Kilopreis mitgenommen habe.

 Das selbst dieses schnell zusammengeschusterte Probekleid geliebt wird muss ich Euch nicht sagen oder?

 Es hat unten enorm viel Saumweite 3-4 Meter sind das bestimmt. Leider kann ich dadurch nicht mehr die Bogenkante als Saumabschluss verwenden aber ich habe eine andere schöne Lösung gefunden.

 Der Schnitt ist ein enormer Stofffresser, 2 Meter Stoff habe ich für dieses Kleid fast gebraucht. Aber auch nur, wenn man das Muster auf den Kopf stellen kann. Sonst wären es noch mehr Stoff. Als Größe habe ich diesmal eine 122 genäht, obwohl die Prinzessin erst 114 cm groß ist. Dadurch ist es oben noch etwas weit, lässt sich aber durch die Bindebänder super regulieren. Und ich hoffe, dass es auch noch eine Weile passt.

 Das richtige Kleid ist inzwischen auch schon fertig, es muss nur noch standesgemäß fotografiert werden. Es hat mich viele Nerven gekostet, ist aber wirklich wunderschön geworden.

 Hier noch mal der Drehtest!

Einhornliebe

Heute Abend heißt es wieder für alle Einhornfans schnell sein. Es gibt wieder Nachschub für die Nähmaschine. Deshalb hier ohne viele Worte, ich lass einfach die Bilder sprechen:

 Als Schnitt habe ich mal wieder das Trägerkleid* verwendet. Immer ein schöner Schnitt für solche Paneele.

 Der Volant ist aus den Basix Mini-Herzen.

 Die neue Eigenproduktion gibt es heute Abend bei Stoff&Liebe.

*affiliate Link

Material gesponsert