Jaquard-Kleid

(Werbung, weil Stoffprobenähen) jetzt komme ich endlich dazu, Euch mein neues Kleid aus dem schönen Jaquard von Stoffonkel zu zeigen. Ich hatte es ja schon beim Sew-along angekündigt, dass ich ihn vernähen wollte.

Der Stoff ist von der Dicke her so wie Sommersweat, nur innen auch gestrickt und nicht angerauht oder wie Frottee. Er hat Elasthan und behält so super die Form und leiert auch beim Tragen oder vernähen nicht aus.

Ich habe meinen Standard-Shirt-Schnitt genommen und unten einfach ein Rockteil dran gebastelt. Je länger ich nähe, umso mehr nähe ich eigentlich basic. Einfach weil ich es dann am liebsten trage. Tatsächlich trage ich raffinierte Shirtschnitte fast gar nicht. Nur die basics werden regelmäßig aus dem Schrank gezogen.

Ich mag diese Farbe sehr gerne an mir.

Den schönen Flechtstoff findet ihr hier, die dazu passenden Bündchen hier.

Kleingeldbörse mit Kartenetui

Ich hatte mir vor Jahren mal eine Kleingeldbörse aus Leder genäht. Diese war jetzt viele Jahre im Einsatz und hat mir gute Dienste geleistet. Jetzt ist sie abgegriffen und ich brauchte Ersatz. Dieses mal wollte ich sie aber noch etwas optimieren.

Natürlich musste sie bestickt werden. Damals hatte ich noch keine Stickmaschine.

Ich habe ein sehr schlichtes Motiv genommen und mit Farbverlaufsgarn gestickt.

Die zweite wichtige Neuerung: Ein Kartenetui aus Aluminium* um die Kreditkarten vor dem Auslesen zu schützen.

Dafür habe ich einfach einen Streifen Leder aufgenäht. Man muss ihn aber schon sehr eng aufnähen, ich habe später noch eine zweite Naht daneben gesetzt, sonst rutscht der Cardprotector einfach aus dem Geldbeutel.

Ich habe metallisierende Reißverschlüsse verwendet.

Das Innenleben habe ich auch verbessert.

Damit die Geldscheine (die doch immer wieder im Kleingeldbeutel landen nicht beim Geldsuchen stören habe ich eine Geldklammer* mit eingenäht.

Den Geldbeutel habe ich schon einige Zeit in Gebrauch und die Klammer hat sich bewährt.

Im Alltag öffne ich den Reißverschluss immer nur zur Hälfte, so bleibt das Geld auch schön drinnen. Der letzte Geldbeutel hat 10 Jahre gehalten, ich bin mal gespannt, wann es mich wieder juckt, einen neuen zu nähen.

Kirschen im Doppelpack

(Werbung, weil Stoffprobenähen) Meine Prinzessin ist ein großer Fan von Webwarekleidern. Tatsächlich ist es so, dass sämtliche Webwarekleider mindestens doppelt so oft aus dem Schrank gezogen werden wie Kleider aus Jersey. Ich bin daher ständig auf der Suche nach schöner Webware. Es gibt zwar viele schöne Patchworkstoffe, die liegen aber so schmal, dass man Unmengen an Stoff braucht. Schöne Webwarestoffe in 145 cm Breite findet man oft gar nicht mehr. Diesmal hat mir Simone von Lapika beim Suchen geholfen (vielen lieben Dank!) und so habe ich mal wieder einen wunderbaren Webwarestoff ergattern können.

Als die zauberhaften Kirschen hier ankamen war nicht nur das große Mädel begeistert, auch das kleine wollte unbedingt ein Kleid daraus. Das hatte ich nicht einberechnet. Ich habe dann ganz viel gepuzzelt und die Futterteile aus einfarbiger Webware gemacht so dass ich tatsächlich zwei Kleider heraus bekommen habe.

Das Kleid vom Engelchen ist noch eine Nummer zu groß, aber so passt es dann auch im Sommer. Die Kleider wachsen sehr gut mit. In der aktuellen Größe hat sie einfach schon zu viele Sachen.

Das werden auf jeden Fall unsere Sommerkleider. Die Kirschen sind in Aquarelltechnik gezeichnet, was einen besonderen Charme ausmacht.

Das Fotoshooting dafür war nicht ganz einfach, es war eigentlich schon viel zu dunkel aber die Mädels wollten unbedingt ihre Kleider am nächsten Tag anziehen und das dürfen sie immer erst, wenn die Fotos gemacht sind. Ihr wisst ja ganz genau wie solche Kleider dann nach einem Tag tragen aussehen können.

Auch wenn die Fotoqualität aufgrund der Dunkelheit nicht so gut ist zeigen die Fotos doch sehr viel davon wie meine zwei Mädels so sind: Ein Herz und eine Seele.

Wobei das Engelchen zunehmend einen eigenen Kopf entwickelt und ihrer Schwester durchaus Kontra gibt wenn ihr etwas nicht passt.

Dann kracht es meistens kurz bevor wieder die Sonne scheint. Lange können die beiden sich nämlich nicht böse sein.

Abgesehen davon sehen sich die beiden Mädels immer ähnlicher. Wenn man von der unterschiedlichen Augenfarbe mal absieht.