Männerpullis

Für meinen Mann habe ich in diesem Winter gleich zwei Oberteile gemacht. Nachdem ich so viele schöne Strickkleider für mich gestrickt habe, war ich der Meinung, mein Schatz braucht auch einmal etwas Selbstgestricktes von mir. Bislang habe ich für ihn nämlich nur Accessoires gestrickt.

Ich habe mir schwarze Merinowolle besorgt und ihm diesen Pullover zu Weihnachten gestrickt. Naja, eigentlich wollten wir uns nichts zu Weihnachten schenken und er ist auch erst kurz nach Weihnachten fertig geworden, aber mein Mann hat sich trotzdem sehr gefreut.

Ich habe ihn mit Kragen gestrickt. Den Reißverschluss einzusetzen hat mich sehr viel Nerven gekostet.

Der Pulli wird sehr geliebt und gerne angezogen. Das wird auf jeden Fall nicht der Letzte gewesen sein. Die schwarze Wolle ist zwar wirklich sehr anstrengend zum Stricken, aber das Ergebnis entschädigt mal wieder.

Ich habe den Pulli immer Abends beim Film schauen gestrickt. Mein Schatz hat das aber gar nicht mitbekommen (ich habe da immer ein Strickzeug in der Hand), nur am letzten Tag, als ich ihn tagsüber fertig gestellt habe hat er ganz hoffnungsvoll gefragt, ob der für ihn ist.

Das zweite Teil, dass ich für ihn diesen Winter gemacht habe ist dieser Wollwalkpulli. Hier gibt es seit ein paar Jahren jedes Jahr einen. Die halten hier immer so 2-3 Jahre, dabei werden sie so viel getragen, dass sie sich langsam durchwetzen. So ist jedes Jahr ein Ersatz notwendig. Traditionell gibt es den immer zum Geburtstag im November.

Genäht habe ich ihn wie immer mit eingesetzten Taschen. Dieses mal habe ich aber mal die Ellenbogen von innen verstärkt, in der Hoffnung, die Abnutzung etwas eindämmen zu können.

Männertaschen

Ich finde ja das Thema Männer und Taschen wirklich schwierig. Für meinen Papa wollte ich aber mal eine „gute“ Tasche machen. Meistens benutzt er einen einfach Jutebeutel mit Werbeaufdruck. Beim stöbern in meinen Stoffen musste ich feststellen, dass ich gar nicht so viele männertaugliche Stoff habe. Trotzdem hatte ich noch einige Reste, die sich dafür geeignet haben.

Der Hautpstoff ist ein Rest dicker Canvas.

Da es für Männer immer besonders praktisch sein muss, habe ich auf Innentaschen (zu fummelig) verzichtet und stattdessen eine Außentasche mit Reißverschluss aufgesteppt.

Unten habe ich einen Lederbesatz gemacht. Das ist der Rest einer recycelten Lederhose. So ist der Boden besonders strapazierfähig.

Oben musste natürlich ein Reißverschluss sein. Ohne ist es einfach unpraktisch.

Die Tasche ist mit schwarzem Baumwollstoff gefüttert. Leider habe ich beim Zuschnitt nicht aufgepasst und der Stoff hat oben nicht gereicht. Deshalb hat er hier auch noch mal einen Besatz aus dem Außenstoff.

Hinten ist die Tasche ganz schlicht einfarbig. Die Größe der Tasche ist so bemessen, dass ein Aktenordner hinein passt.

Die Tasche hat ein Gurtband zum tragen. Das ist in der Länge so geplant, dass man die Tasche sowohl über die Schulter als auch an der Hand tragen kann.

Wollwalk für Männer

Mein Schatz wird ja eher sporadisch von mir benäht, was er aber sehr liebt, sind meine Wollwalkjacken. Da habe ich ihm schon letztes Jahr eine genäht und dieses Jahr zum Geburtstag gab es wieder eine.

Diesmal habe ich mit ganz dicker Wolle* Bündchen gestrickt, für den Hals und die Ärmel.

Dazu gab es Taschen wie bei meinen Softshelljacken – naja, fast. Sie sind nicht komplett dreilagig sondern ich habe statt dem dünnen Jackenstoff einfach einen Beleg aus Wollwalk genäht. Sonst wird das doch zu dick.

Auf diese Weise braucht man eine Steppnaht, um die Taschen oben zu schließen, das fällt aber im Wollwalk so gut wie gar nicht auf.
Außerdem habe ich bei fast allen Nähten die innere Nahtzugabe zurückgenschnitten und doppelt abgesteppt. So werden die Nähte schön flach bei dem dicken Material. Den Wollwalk habe ich bei 40°C gewaschen und anschließend auch noch in den Trockner geschmissen. So ist er schön dick und flauschig.

Mein Schatz liebt seine selbstgenähten Jacken und mag nichts anderes mehr anziehen. Wenn sie dann doch mal beide in der Wäsche sind und er zwangsläufig etwas anderes anziehen muss, dann beschwert er sich laufend über die zu kurzen Ärmel und die zu kurze Länge der gekauften Jacke.

Etwas kniffelig war der Abschluss oben am Kragen, da habe ich einen Mini-Beleg für den Reißverschluss genäht, das war nicht so einfach und ich musste mehrfach auftrennen. Jetzt passt es aber. Der Schnitt ist von mir (unveröffentlicht).

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