Die Weihnachtspuppe

Manche Dinge schaffen es irgendwie nie in den Blog. Ich laufe jeden Tag daran vorbei und ärgere mich darüber, da es ja auch für mich ein Tagebuch ist, deswegen versuche ich mal ein bisschen aufzuholen. Also Punkt eins: Die Weihnachtspuppe. Nachdem ich meinem Engelchen ja zu ihrem ersten Geburtstag eine Puppe genäht habe und sie beim Nähen dabei war, hat sich meine Prinzessin auch eine Puppe gewünscht. Sie hat ja schon eine, allerdings wollte sie eine mit langen Haaren. Das war ihr größter Weihnachtswunsch und ich habe ihn ihr natürlich sehr gern erfüllt.

Für die Haare habe ich ein Perücke gehäkelt und die Haare eingeknüpft. Meine Tochter liebt es, ihrer Puppe die Haare zu flechten und zu frisieren. Seitdem kann sie das wirklich gut – inzwischen auch schon ein bei sich selbst.

Seitdem ist die Puppe wirklich immer und überall dabei. Genäht habe ich sie nach diesem Buch*. Nur das Perückenhäkeln habe ich im Video gelernt. Wer schon länger meinen Blog liest, kennt vielleicht den Stoff vom Puppenkleid. Meine Tochter fand es jedenfalls ganz toll, dass die Puppe das gleiche Kleid hat wie sie. Auch wenn das Nähen in der Größe wirklich fummelig ist. Ich habe es immerhin genau so genäht wie mein Webwarekleid. Mit Nahtreißverschluss und allem Pipapo.

Außerdem habe ich noch eine weiße Strumpfhose genäht. Dazu gab es auch eine neue Puppenwiege* von der Oma. Nachdem die alte ziemlich schnell kaputt gegangen ist, haben wir dieses mal eine ganz besonders stabile genommen. Hier können sich sogar die Kinder reinlegen (und ihr könnt Euch vorstellen, wie oft das Engelchen schon dadrin liegen musste!).

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Kuschelpüppchen

Wenn man so nähwütig ist wie ich, ist der Urlaub immer ein bisschen etwas wie ein kalter Entzug. Diesmal habe ich vorgesorgt, und mir für den Urlaub ein Projekt mitgenommen, dass man auch mit der Hand nähen kann. Ich habe zu Hause vorgearbeitet und die Sachen, die ich immer mit der Maschine nähe schon fertig gemacht und dann den Rest mit in den Urlaub genommen.

Genäht habe ich drei süße kleine Püppchen.

Sie haben die perfekte Größe für kleine Babyhände.

Der Körper ist aus kuscheligem Nicki, gefüllt mir reiner Schafswolle. Das Handnähen hat mir ganz besonders große Freude gemacht, es ist irgendwie so meditativ und viel gemütlicher als hinter der Nähmaschine zu sitzen.

Diese hier habe ich aus lang gehütetem Nicki genäht. Ich mag sie besonders gerne.

Die Haare sind aus Alpaka Wolle und nur aufgestickt, damit sie nicht abgerissen werden können. Meine Kinder haben die Puppen jedenfalls schon in ihr Herz geschlossen.

Die Anleitung für den Kopf habe ich wie immer aus diesem Buch*, die Körperform ist selbst gezeichnet und die Mütze ist eine leicht veränderte Zwergenmütze im Miniformat. Wie macht ihr das? Nehmt ihr auch etwas zu nähen mit in den Urlaub?

Geburtstagsgeschenke Teil I – die Puppe

Bevor hier schon wieder Weihnachten ist, muss ich unbedingt noch die Geburtstagsgeschenke für meine zwei Mädel zeigen. Das Engelchen hat ja von mir eine Puppe bekommen. Auch die Prinzessin hat von mir damals zum ersten Geburtstag eine Puppe bekommen. Inzwischen wird sie auch richtig viel bespielt.

 Auch das Engelchen kuschelt schon mal mit ihrer „Sophie“ und kann auch schon „Puppe“ sagen.

 Dies ist meiner erste Puppe mir braunen Augen. Ich habe ja schon einige mit blauen Augen genäht. Da das Engelchen aber als einziges meiner Kinder braun/grüne Augen hat, musste die Puppe natürlich braune Augen bekommen.

 Ein kleines bisschen habe ich wieder das Gesicht unter dem Trikot modelliert. Diese Puppe ist auch ein ganzes Stück kleiner als die zwei Puppen für die Großen. Insgesamt gefällt sie mir aber von den Proportionen am besten.

 Die Haare sind aufgenäht. Die Kleidung habe ich diesmal sehr schlicht gehalten und einen Overallschnitt entworfen. Zum Glück hat er gleich auf Anhieb gepasst, ich habe ihn nämlich aufwändig mit Belegen und allem Pipapo genäht. Genäht habe ich sie aus dem schönen Albstoffe Jaquard von hier.

Hier noch mal mein liebstes Puppen-Kuschel-Bild. Die Puppe habe ich wie immer nach diesem Buch* gemacht.

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Overallpüppchen

Für mein Engelchen gab es zu Weihnachten ein Overallpüppchen. Inzwischen wird es auch schon schön bespielt und mit Vorliebe angesabbert. Besonders die langen Arme und Beine haben genau die richtige Dicke zum festhalten.

 Der Hamburger Liebe Nicki passt wirklich gut dafür. Er ist zwar aus einer alten Kollektion, ich habe ihn aber noch bei Lapika gefunden.

 Die Anleitung für das Püppchen ist aus diesem Buch*. Das nächste mal muss ich aber die Maße für den Kopf noch etwas vergrößern. Das liegt aber nicht an der Anleitung, sondern an der Tatsache, dass ich relativ festen Puppentrikot hatte

 Zum ersten Geburtstag nähe ich ihr dann eine richtige, große Waldorfpuppe.

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Ein (Puppen)baby

Meine Prinzessin beschäftigt sich gerade sehr stark mit Babys und Schwangerschaft. Ihre Kindergärtnerin bekommt ein Baby, da ist das Thema sehr präsent. Also habe ich mit ihr gemeinsam ein Puppenbaby genäht. Sie hat beim stopfen geholfen und Wolle gezupft.

 Das Baby ist wirklich klein. Etwas über 20 cm. Also ungefähr so groß dass es in ihren Bauch passen würde. Sie steckt es auch ständig unters T-Shirt. Irgendwann platzt dann die Fruchtblase und das Baby kommt heraus.

 Die Puppe ist nach dem Buch „die Waldorfpuppe“ genäht. Das Schnittmuster fürs Kleidchen habe ich selbst entworfen. Bei Puppen ist es ja zum Glück recht einfach. Die halten still und man kann sie perfekt vermessen.

 Für das Rockteil habe ich vor einiger Zeit auf der Würzburger „Handmade-Messe“ eine wunderschöne Spitze erstanden.

 Hinten wird das Kleid mit Snaps verschlossen. Ich glaube an der Größe kann man ganz gut sehen, wie winzig das Kleid ist. Ich hatte erst überlegt, ob ich Klett nehme, aber der reibt den Stoffkörper immer etwas auf was nicht so schön ist.

 Zu dem Kleid habe ich noch eine Strumpfhose aus sehr weicher Bündchenware genäht.

 Hier noch einmal im Größenvergleich mit ihrer anderen Puppe.

Overallpüppchen

Schon lange wollte ich mal ein Overallpüppchen aus dem Buch „Die Waldorfpuppe“ nähen. Bisher ist es immer an irgendetwas gescheitert, aber dieses Jahr zu Weihnachten hat es geklappt. Für den Babysohn meiner Freundin ist diese süße Püppchen entstanden:

 Den meisten Bammel habe ich immer vor dem Gesicht. Diesmal hat es eigentlich ganz gut geklappt.

Das war die perfekte Resteverwertung. Der tolle Frottee von Hamburger Liebe hätte nämlich für kein Kleidungsstück mehr gereicht.

Puppenkind

Ich habe ja bereits vor einem halben Jahr für meine Prinzessin eine Puppe zum ersten Geburtstag genäht. Diese Puppe hat mein Sohn quasi adoptiert. Sie lag in seinem Bett, ist mit ihm im Sitz Auto gefahren und wurde überall hin mitgeschleppt. Ich habe ihn gewähren lassen, meine Tochter ist noch zu klein, um ein Besitzgefühl zu haben. Jetzt, zum Geburtstag habe ich ihm aber eine eigene genäht (schon allein, damit es keine Kämpfe mehr um die Puppe gibt).

 Damals beim Nähen der Puppe meiner Tochter hat mein Sohn fleißig mitgeholfen. Diesmal hat meine Tochter geholfen, die Puppe von meinem Sohn zu stopfen.

Die Puppe trägt natürlich einen Puppenbody:

 Darunter eine Windel:

 Den gestern gezeigten Puppenjawepu:

 Und eine Legginshose:

Zum Glück hat mein Sohn die Puppe gleich akzeptiert. Jetzt kann meine Prinzessin wieder mit ihrer Puppe spielen.

nicht mehr frieren…

Ich hatte ja als ich die Puppe für meine Tochter genäht habe gleich zwei Stück genäht. Die zweite Puppe lag bisher immer halbnackig in meinem Kleiderschrank. Das musste ich schnell ändern, denn ich wollte sie nämlich an eine Kollegin verschenken, die kürzlich eine Tochter bekommen hat. Also habe ich mich noch schnell hingesetzt und ein Puppenoutfit genäht. Das geht wirklich super schnell und einfach und man toll Stoffreste verbrauchen.

Als erstes musste es natürlich ein Regenbogenbody sein. In dieser Größe ist er ja so was von schnuckelig!

 Dazu gab es eine passende Legginshose. Dabei ist mir aufgefallen, dass Leggins nähen total Spaß macht. Ich muss unbedingt für meine Tochter auch mal einen Schnitt machen. Hier liegt nämlich noch so ein schöner geringelter Nicky der nach Leggins schreit.

 Ich habe bewusst versucht das Set geschlechtsneutral zu halten. So kann die Puppenmutti entscheiden, ob es ein Junge oder Mädchen sein soll. Wobei die Puppe von meiner Tochter immer noch keinen Namen hat und geschlechtslos lebt. Bin mal gespannt, ob sich das noch ändert.

Perfektionismus

Ahhh, mein Perfektionismus ist echt furchtbar. Als ich die Fotos im Blog gesehen habe war mir völlig klar, da kann nicht so bleiben. Ich habe also noch mal die Augen der zweiten Puppe aufgemacht (zum Glück waren sie nicht gemalt) und um 4-5mm versetzt. Jetzt gefällt es mir wesentlich besser:
(vorher – nachher)

Wahnsinn eigentlich was so ein paar mm im Gesicht ausmachen und wie schmal der Grat zwischen richtig und falsch ist. Ich glaube im Gesicht sind war da sehr empfindlich.

Geburtstagsvorbereitungen

Meine Prinzessin wird nun schon bald ein Jahr alt. Ich muss gerade ziemlich oft zurück denken, an die Zeit der Geburt. An das endlose Warten, die Rückenschmerzen, der Frust, weil ich so ewig übertragen habe (vielleicht erinnert sich die eine oder andere Leserin noch an meine verzweifelten Postings damals), die ständigen Übungswehen (die letzten zwei Wochen quasi täglich, z. T. den ganzen Tag im 5-10 Minuten Abstand), an die tolle, schnelle Geburt.
Mein Mädel ist inzwischen schon so groß geworden. Steht schon frei, spricht schon ein paar Worte und ist so sehr Teil der Familie, dass man sich ein Leben ohne sie gar nicht mehr vorstellen kann.
Das Geschenk zum ersten Geburtstag soll eine Puppe sein. Wir haben hier wirklich keine einzige und sie ist ganz fasziniert von allem, was entfernt nach Mensch aussieht. Klaubt sich die Männchen aus der Legokiste ihres Bruders, staunt den Wollengel am Schrank meiner Mutter an.
Ich habe lange mit mir gerungen, welche Puppe es sein soll. Ich habe mir ganz viele Puppen angesehen und lange überlegt. Schlussendlich habe ich mich entschlossen selber eine Puppe zu nähen. Ich hatte selbst als Kind eine selbstgenähte Puppe, die ich heiß und innig geliebt habe. Ich weiß heute noch so gut, wie sie sich angefühlt hat: Die Schwere des Puppenkörpers, die fest gestopften Arme und Beine, das Gefühl des Puppentrikots unter meinen Händen, die Haare. Ich habe jahrelang mit ihr im Arm geschlafen.
Ich habe mir die Waldorfpuppe von Karin Neuschütz gekauft, mir Material von de Wullstuuv bestellt und losgelegt. Die erste Puppe nach meinem eigenen Schnitt hatte ich schnell fertig. Mir hat sie schon ganz gut gefallen, aber wie das so ist, man möchte irgendwie immer alles noch viel besser machen. Oder einfach nur anders. Also habe ich gleich noch eine zweite Puppe genäht. Hier sind sie, meine zwei neuen Babys: links die erste Puppe, rechts die zweite.

Ich habe der zweiten Puppe gleich ein Outfit genäht. Wer meinen Blog kennt, wird das Kleidchen vielleicht wiedererkennen.

 Ganz schwierig war es eine geeignete Wolle für die Haare zu bekommen. Ich habe Merino von Regia genommen. Die meisten Garne sind einfach zu gelb und nicht blond.

 Das Haare nähen hat total Spaß gemacht. Überhaupt war es mal wieder toll, ganz viel mit der Hand zu nähen.

 Ein Regenbogenbody ist natürlich Pflicht. Und einen Legginsschnitt habe ich auch noch schnell gezeichnet und genäht.

 Die erste Puppe hat nur eine Perle als Nase bekommen. Bei der zweiten habe ich etwas Stoffmodellage betrieben. So sieht es unter dem Trikot aus.

 Man muss ganz schön übertreiben. Gelernt habe ich das übrigens bei Steffi Jahneke. Ich habe es allerdings nur angedeutet gemacht, es sollte immer noch eine Waldorfpuppe sein.

Der Trikot versteckt die Gesichtszüge.

Ich würde am liebsten sofort noch eine nähen, die Augen sind mir noch zu nah aneinander (blöder Perfektionismus). Aber ich denke ich lasse sie so. Was ich mit der ersten Puppe mache, weiß ich noch nicht so genau. Vielleicht verkaufen? Oder verschenken? Auf jeden Fall bekommt sie noch ein schönes Outfit.
Edit: Ich habe die Augen doch noch mal versetzt…

links alt, rechts neu…..