Überraschungen

Kurz vor unserem Urlaub ich ich meinen Schatz ganz schön aus den Socken gehauen. Ich habe ihm nämlich ein Tablet geschenkt. Zum Geburtstag, der aber eigentlich erst im November ist. Nur leider waren die ganzen Termine, bei denen er so ein Teil gebrauchen könnte schon jetzt also habe ich das Geburtstagsgeschenk kurzerhand vorgezogen.
Natürlich musste ich auch eine Hülle für das Teil nähen.

 Ich durfte sogar etwas drauf sticken, allerdings nur Ton in Ton. Das Gummiband habe ich diesmal so eingenäht, dass man beim umklappen die Klappe fixieren kann.

Die Hülle hat sich schon echt bewährt, auch wenn die Security beim Flughafen bei der Kontrolle extra noch mal hingeguckt hat. Anscheinend ist das nicht die übliche Art ein Tablet zu verpacken.

Die Anleitung dazu findet ihr hier.

Mini-Malmappe

Ich bin echt neidisch auf meine kleine Tochter. Die Malmappe, die ich ihr kürzlich mit der neuen Big-Crochet Datei genäht habe gefällt mir so gut, dass ich sie eigentlich am liebsten selbst hätte. Nur leider steht ihr Name drauf und die Prinzessin hat das Teil auch schon total in Beschlag genommen. Also nix für mich.

 Für vorne hatte ich noch schönes rotes Ecopell. Hinten hat es nicht mehr gereicht, da ist die Mappe schwarz. Ich hatte beim Nähen erst bedenken, da meine Maus schwarz eigentlich gar nicht ausstehen kann, aber die Mappe wirkt durch den Reißverschluss und das Gummiband so rot, dass es der Prinzessin bisher gar nicht aufgefallen ist.

 Habe ich schon mal erwähnt, dass ich es liebe, Leder zu besticken? Das ist mein absolut allerliebstes Material. Das Stickbild wird darauf so schön klar und hebt sich so toll von Untergrund ab. Den Namen habe ich selbst digitalisiert.

 Wir haben ja eigentlich schon eine Malmappe für die Prinzessin. Die ist aber im Din-A-4 Format. Das ist oft etwas zu groß zum mitnehmen in der Handtasche. Da die kleine Maus wirklich bei jeder sich bietenden Gelegenheit ihre Malsachen verlangt habe ich noch eine im Din-A-5 Format genäht. Die perfekte Größe für die Handtasche. Diesmal habe ich ein Klemmbrett ausgeschlachtet und direkt auf das Leder befestigt. Das war sehr fummelig, sieht aber grandios aus.

Innen habe ich die Mappe mit flexiblen Schneidebrettern verstärkt. So kann man auch im Auto ohne zusätzliche Unterlage super malen.

 Leider sind meine Ledervorräte gerade aufgebraucht, sonst würde ich mir sofort auch noch eine Mappe nähen.

*Die Stickdatei wurde mir zum Probesticken zur Verfügung gestellt*

Patchwork einmal anders…

Von meinen ganzen Puschen und anderen Ledernäharbeiten habe ich inzwischen ganz schön viele Reste angesammelt. Die Stücke sind so klein, dass man keine Puschen mehr rausbekommt aber irgendwie ist das Material (Ecopell, Bioleder) mir einfach zu schade zum wegschmeißen.
Ich habe lange überlegt, was ich damit anstellen könnte. So viele Applikationen auf Puschen kann ich gar nicht machen. Bei Stoffresten geht Patchwork ja immer – wieso auch nicht bei Leder? Also habe ich letzte Woche als es im Garten so richtig schön war meine ganzen Lederreste eingepackt und zu Quadraten von 4×4 cm zugeschnitten. So richtig wusste ich noch nicht was ich dann daraus mache aber es fühlte sich schon mal super an.
Dann habe ich die Quadrate lange hin und her geschoben bis sie mir schließlich in der Anordnung gefielen. Daraufhin habe ich das erste mal meine Nähmaschine in den Garten geholt und angefangen die Quadrate aneinander zu nähen. Ich habe sie nebeneinander gelegt und dann mit einem 3 mm breiten Zickzackstich verbunden. Es hat wirklich sehr lange gedauert und das ist schließlich dabei herausgekommen:

 Ich bin total begeistert wie toll das Leder leuchtet. Zum Teil musste ich arg tricksen, weil ich von manchen Farben nicht mehr so viel hatte aber schließlich hat dann doch alles gepasst.

 Daraus habe ich dann eine Mappe genäht.

 Wie ihr seht habe ich erst Streifen genäht und diese dann verbunden. Dabei konnte ich mal wieder feststellen wie sehr man mit der Garnfarbe die Farbe des Leders beeinflussen kann, denn auch hier habe ich auf den Regenbogen geachtet.

 Ich habe einen umlaufenden Reißverschluss eingenäht.

 Innen ist die Mappe natürlich ebenfalls mit Leder gefüttert. Zum Stabilisieren sind zwischen den Lagen noch flexible Kunststoffschneidebretter eingearbeitet.

 Mein Sohn hat sich den Farbrausch gleich unter den Nagel gerissen und verwendet die Mappe jetzt für seine Klaviernoten.

Und ich konnte guten Gewissens meine “Rest-Reste” (so nennt das mein Großer immer) entsorgen. Daraus konnte man nämlich wirklich nix mehr machen. Ein paar Quadrate habe ich noch übrig (ich habe anfangs ja einfach nur geschnippelt). Mal sehen, ob es noch für ein kleines Täschchen reicht.