Tragehilfe

Meine Tochter wurde und wird immer noch fast ausschließlich getragen. Ich liebe es einfach, ohne Kinderwagen unterwegs zu sein, die Hände schön frei zu haben für das große Kind. Auch die Kommunikation mit dem Kind geht einfach super in der Traghilfe, weil der Abstand nicht so groß ist. Wenn meine Maus dann doch mal laufen will muss ich nicht immer mit einer Hand einen Kinderwagen schieben.
Natürlich trägt auch meine Prinzessin ihre Puppen und Kuscheltiere im Tuch. Deshalb gab es zum Geburtstag eine „Duca“ (Manduca).

 Als Grundschnitt habe ich den Puppencheetai verwendet und dazu einen Hüftgurt und die Träger selbst dazu gemacht.

 Innen habe ich ein Klett-System mit eingenäht….

 ….damit man die Puppe vorher anschnallen kann und sie beim aufsetzen nicht raus fällt.

Genäht habe ich das ganze aus Glückspäckchenstücken von Didymos (die gibt es nur sporadisch) und einem Rest Cord. Den Hüftgurt habe ich leicht gepolstert, die Träger gar nicht.

Ganz kuschelig

Ganz kuschelig wird es jetzt ein kleiner Junge haben, denn seine Mama hat von mir einen Tajo bekommen. Einen Jackenerweiterung zum Tragen.

Ich habe diesmal ziemlich lange nach einem zur Jacke passenden Reißverschluss gesucht und dann doch gefunden. Das Beste daran: der Einsatz passt nicht nur zur Winterjacke, sondern auch noch zur Übergangsjacke.
Ich war heute auch wieder mit meinem Tajo unterwegs – ich möchte ihn nicht missen. Die perfekte Ergänzung für alle, die gerne ihr Kind tragen, denen aber eine Tragejacke zu teuer ist. Die Anleitung findet ihr hier bei mir.
Ich erinnere mich noch gut, wie ich diese Anleitung für den Blog geschrieben habe. Damals hatte ich noch so 70 eingetragene Leser. By the way, die Spatzen pfeifen es ja schon von den Dächern. Google Friend Connect wird ja demnächst eingestampft.

Deshalb habe ich mich mal bei Blogconnect angemeldet. Vielleicht wollt ihr ja mit mir wechseln – oder wie lest ihr Eure Blogs?

Wollwalkoverall

Ich war gestern in der Stadt für meinen Großen eine Winterjacke kaufen. Da war ich mal wieder sehr froh, dass ich für meine Kinder (fast) alles selber nähe (im Moment kaufe ich nur Socken und Strumpfhosen). Letztes Jahr hatte ich noch eine Jacke selbst genäht, diesmal habe ich mich aber für eine gekaufte entschieden. Die Geschäfte waren sooo voll, die Schlange an der Kasse eeeewig und mit. Und mit dem Kinderwagen (der Große saß drin, die Kleine war im Mei Tai) kommt man wirklich nirgendwo durch. Wenigstens für die Prinzessin habe ich keine Jacke gebraucht, die gab es selbstgenäht. Genauer genommen habe ich keine Jacke genäht sondern ein Walkoverall. Das ist in dem Alter und bei Traglingen immer noch am praktischsten.

 Den Schnitt habe ich selbst gebastelt. Obenrum ist es Mini-JaWePu ohne Unterteilung, dann habe ich einen Body dran gelegt, um die Rumpflänge zu bestimmen und habe noch Hosenbeine dazu gezeichnet und einen Zwickel eingesetzt. Natürlich habe ich den Schnitt erst aus Fleece getestet, bevor ich den schönen Wollwalk angeschnitten habe. Lange ich ich überlegt, wie ich den Overall verziere. Mit der Nähmaschine wollte ich nicht, da sich der Wollwalk so verzieht (und Stickvlies drunter legen finde ich bei einlagig auch nicht so schön) und einfach hart und steif wird. Schließlich habe ich beschlossen, den Overall einfach mit der Hand zu besticken.

 Ich habe Stunden daran gesessen. Mit der Hand dauert es wirklich bedeutend länger. Dafür kann man nebenher (manchmal) auch auf die Kinder aufpassen.

 Nachdem ich kein Stickgarn hatte habe ich einfach Häkelgarn halbiert.

 Dann habe ich lange überlegt, wie ich die Ärmel und Beinöffungen versäubern soll. Erst wollte ich Bündchen nehmen, aber ich fand dann doch den Materialmix nicht so toll. Also habe ich die Kanten mit Wolltresse versäubert (umschlagen wird einfach zu dick). Damit es nicht hineinzieht habe ich Bündchen gestrickt…

…und sie innenliegend eingenäht.

 Einfach Bündchen rein gesteckt, gut mit Stecknadeln festgesteckt und dann einmal mit Zickzack herum nähen. Bei den Armen war das sehr fummelig, weil der Ärmel natürlich nicht über den Freiarm drüber geht, bei den Beinen ging es dafür aber sehr gut.

 Verschlossen wird das ganze mit Snaps. Die halten ganz gut in Wollwalk.

 Die Halsöffunung hat mir auch ganz viel Kopfzerbrechen bereitet. Erst wollte ich einen Kragen machen, dann ein Bündchen stricken, jetzt ist es eine Kapuze geworden. In der Wolltresse versteckt sich eine Gummikordel, mit der die Kapuze vorne gerafft wird.

Tragebilder gibt es ein andermal. Die sind auf der anderen Kamera.

Bis heute Abend 20.00h habt ihr noch Zeit in den Lostopf zu hüpfen: